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Jürgen Liebezeit 18.04.2012 17:41 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Unbekanntes Tier entdeckt

Mühlenbeck Mühlenbecker Land (MZV) Die Mädchen sind aus dem Häuschen. Sie haben gerade unter dem Mikroskop entdeckt, dass es in einem Wassertropfen aus dem Graben an der Schule vor Leben nur so wimmelt.

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Leben im Wassertropfen: Große Augen machten Julia Rompf, Amelie Frank und Patricia Schaller (von links), als sie die kleinen Krebse aus dem Graben neben der Schule in riesiger Vergrößerung durch das Mikroskop beobachteten  

Leben im Wassertropfen: Große Augen machten Julia Rompf, Amelie Frank und Patricia Schaller (von links), als sie die kleinen Krebse aus dem Graben neben der Schule in riesiger Vergrößerung durch das Mikroskop beobachteten

© . Liebezeit

Ein Tierchen haben die drei Siebtklässlerinnen Amelie Frank, Patricia Schaller und Julia Rompf genau unter die Lupe genommen. Allerdings scheiterte der Versuch, das kleine Lebewesen zu bestimmen. Selbst die Biologie-Studenten konnten nicht helfen. „Wahrscheinlich ist es ein Ruderfußkrebs“, meint Oliver Braun. Der kommt häufig in Gräben vor und ist trotz seines skurrilen Aussehens in 100-facher Vergrößerung völlig ungefährlich.

Der Lehramtsstudent an der Humboldt-Universität Berlin war mit zwei weiteren Studenten mit dem „Humboldt-Bayer-Mobil“ für drei Tage nach Mühlenbeck gekommen, um sich gemeinsam mit den Siebtklässlern auf die Spuren der Forschers Alexander von Humboldt zu begeben. Am Vormittag gab es einen Vortrag über den berühmten Mann. Dann ging es auf eigene Faust auf Expedition an der Schule. Die Jugendlichen untersuchten die Stoffe auf dem Schulhof, berechneten die Durchschnittsgröße aller Schülerinnen und Schüler (etwa 1,70Meter) und befragten „Ureinwohner“ nach Anekdoten aus der Vergangenheit der Schule. „Das ist ein tolles Angebot für die Schüler“, freute sich Schulsozialarbeiterin Sabine Högner, „weil Teamarbeit und Forschergeist gefördert werden.“ „Es ist toll, wenn wir praktische Naturwissenschaft vor der Schultür erleben können“, beschreibt die stellvertretende Schulleiterin Dörthe Krenz die Vorteile des Labors auf Rädern. Sie hat den Forschungs-Lkw nach Mühlenbeck geholt. Bei den Jungen und Mädchen stieß das Angebot jenseits des Klassenzimmers auf große Zustimmung. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so viel Spaß macht“, gestand Amelie Frank. Nach dem praktischen Teil im Freien mussten die Jugendlichen ihre Ergebnisse ihren Klassenkameraden präsentieren und ein Forschungsprotokoll ins Internet stellen.

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