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Roland Becker 06.07.2012 17:30 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Dussmanns Abschied von Velten

Velten (MZV) Die Stadtwerke stärken – das ist das neue Credo von Bürgermeisterin Ines Hübner(SPD) und der Stadtverordneten. In erster Linie bedeutet dies, dem städtischen Tochterunternehmen neue Geschäftsbereiche zuzuordnen. Im Veltener Fall geht das über die klassischen Bereiche von Stadtwerken, zu denen vor allem die Versorgung mit Strom, Gas und Fernwärme gehören, hinaus. Über eine wiederum eigene Tochterfirma sollen die Stadtwerke künftig eine noch größere Rolle auf dem Wohnungsmarkt spielen. Und über weitere Kompetenzen scheint bereits hinter verschlossenen Türen nachgedacht zu werden.

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Wechsel im Wachturm: Folgt am Bernsteinsee auf Dussmann die REG? Archiv  

Wechsel im Wachturm: Folgt am Bernsteinsee auf Dussmann die REG? Archiv

© - Buck

Bereits seit 2010 verwaltet die Regionale Entwicklungsgesellschaft (REG) den städtischen Wohnungsbestand in Velten-Süd. „Von unseren 336 Wohnungen sind 95 Prozent vermietet“, freut sich Jörg Turowski. Der Geschäftsführer der Stadtwerke ist in gleicher Position auch bei der REG tätig, die zu 90 Prozent den Stadtwerken und zu zehn Prozent der Stadt gehört. Die so gute Auslastung führt er auch auf seine Vermarktungsstrategie zurück: „Bis Ende des Jahres vermieten wir Drei-Raum-Wohnungen zum Preis von Zwei-Raum-Wohnungen. Das ist gut angekommen.“

Gut angekommen – das ist die Arbeit von Turowskis Mannschaft auch bei den Stadtverordneten. Die haben bereits vor Monaten in einer nicht öffentlichen Sitzung beschlossen, weitere gut 300 Wohnungen in die Hände der REG zu geben. Das bestätigt die derzeit amtierende Bürgermeisterin Kerstin Husarzewsky. Während Turowski davon spricht, die neue Aufgabe bereits zum 1.Januar2013 zu übernehmen, drückt sich Husarzewsky vorsichtiger aus: „Wir wollen das im nächsten Jahr umsetzen.“ Betroffen sind vor allem Wohnungen an der Post- und der Liebknechtstraße. Die Mieter, so versichert die Vize-Bürgermeisterin, müssen sich keine Sorgen machen. An den Vertragsinhalten ändere sich nichts.

Sorgen machen muss sich eher die Dussmann-Gruppe. Zwar sind die Veltener Aufträge, für die das international tätige Unternehmen zuständig ist, im Portfeuille nur ein kleiner Fisch. Doch der scheint sich von der Dussmann-Angel loszureißen. Denn deren Tochterunternehmen Dussmann-Service verliert mit Ende des Jahres den Auftrag, die Häuser zu verwalten. Damit noch nicht genug. Auch für den Krause-Markt, für dessen Mieter die Verträge zum 30.September auslaufen, und der zu einem noch nicht benannten Zeitpunkt abgerissen werden soll (wir berichteten), ist bislang Dussmann zuständig. Ab 1. Oktober soll der städtische Bauhof das Areal sichern – wiederum ein Zeichen, dass Dussmann einen Auftrag verloren hat.

Bleibt noch der Bernsteinsee. Auch hier kümmert sich Dussmann um alles rund um den Badebetrieb und die Bewirtschaftung des Parkplatzes. Dass das Service-Unternehmen auch hier die Segel streichen muss, will Husarzewksy nicht bestätigen. Dabei hat ihre Chefin, Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD), Anfang des Jahres mehrfach davon gesprochen, dass die Stadt ihr dortiges Eigentum – See samt Ufer – verkaufen möchte. Nur habe sich, so sagte sie letztmalig im Februar bislang kein passender Investor finden lassen.

Springt auch hier im Endeffekt die REG ein? Husarzewsky ist dazu nichts zu entlocken. Stadtwerke-Chef Turowski ist da von offener Natur: „Ich vermute mal, dass wir eventuell auch den Bernsteinsee bekommen.“

Und was sagt die sich aus Velten offensichtlich verabschiedende Firma Dussmann? Deren Pressesprecherin fasst sich sehr kurz: „Als Dienstleister äußern wir uns nicht zu unseren Kunden und zu deren Aufträgen.“

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