Freitag, 31. Oktober 2014
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Judith Voigt 11.07.2012 19:10 Uhr - Aktualisiert 11.07.2012 19:54 Uhr
Red. Neuruppin, lokales@ruppiner-anzeiger.de

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Wustrau macht’s vor

Wustrau (MZV) Es ist ein schmaler Weg, entlang von Büschen und Bäumen, der in Wustrau in die Zukunft führt. An der Seite des Hotels Seeschlösschen gibt es nun eine Elektrotankstelle – und das passende Auto kann gleich mitgemietet werden. Es ist eine einzigartige Initiative in der Region.

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Yvonne Collier und Peter Lange hatten die Idee zur Elektrotankstelle.  

Yvonne Collier und Peter Lange hatten die Idee zur Elektrotankstelle.

© Melzer-Voigt

Die Bedienung der Tankstelle ist so einfach wie das Anschalten eines Staubsaugers: Stecker in die passende Dose und fertig. Peter Lange, Inhaber des Hotels, macht das gleich mal vor. Unter der großen Steckdose für Autos befinden sich zwei kleine, wie sie jeder von zu Hause kennt. „Die sind für E-Bikes“, erklärt Lange.

Die Elektrotankstelle in Wustrau soll vor allem Besuchern des Seeschlösschens zur Verfügung stehen. Aber auch Durchreisende, die dringend Strom für ihren Wagen brauchen, werden keineswegs abgewiesen: „Natürlich können sie hier auch tanken. Vielleicht gewinnen wir dadurch ja noch neue Gäste“, meint Peter Lange und lacht.

Die Kunden des Seeschlösschens haben aber einen entscheidenden Vorteil: Sie können sich ein Elektrofahrzeug gleich vor der Haustür mieten. Ein Autohaus stellt den kleinen Renault-Flitzer zur Verfügung, der 33Euro pro Tag kosten soll. 100 Kilometer schafft der Twizy. Dafür muss der Zweisitzer dreieinhalb Stunden aufgeladen werden. Peter Lange hat selbst schon eine Runde mit dem Auto gedreht. Yvonne Collier, die Leiterin des Hotels, hat diese Tour noch vor sich. „Da kann man ja während der Fahrt die Vögel zwitschern hören“, sagt sie.

Die Initiative des Hotels geht vor allem auf Kundenwünsche zurück: „Im Vorfeld kamen schon einige Anfragen bezüglich einer Elektrotankstelle“, so Lange. Da dachte das Management nicht lange nach und reagierte. Für Marco Fedchenheuer vom Autohaus ist das Interesse – gerade von Hotels und anderen Unternehmen – nichts Neues. Doch realisiert hat die Idee bisher nur das Seeschlösschen in Wustrau.

Das bestätigt auch Frederik Otto, Leiter des Technologie- und Gründerzentrums in Neuruppin, das sich unter anderem der Entwicklung der Elektromobilität im ländlichen Raum verschrieben hat. „Das ist im Landkreis das einzige Projekt dieser Art“, so Otto. Allerdings haben die Stadtwerke Neuruppin ebenfalls eine Ladesäule entworfen, die dort direkt vor der Tür steht. Angesichts der schwindenden Fördergelder von Bund und Land, die zur Entwicklung der Elektromobilität in den Landkreis fließen, begrüßt Otto diese eher kleinteiligen Aktionen beispielsweise von Gastronomen. Um diese Art der Fortbewegung allerdings massentauglich zu machen, brauche es Alltagstests – und diese seien nur möglich über größer angelegte Feldversuche.

„Wir rechnen nicht damit, dass jetzt gleich der große Ansturm losgehen wird“, meint Peter Lange. Aber sollte das doch geschehen, umso besser. Das Team des Seeschlösschens ist vorbereitet.

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