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Aileen Hohnstein 10.03.2014 19:43 Uhr - Aktualisiert 11.03.2014 14:26 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Kalauer und Ostrock-Hits

Oranienburg (MOZ) "Es ist so schönes Wetter und wir verdunkeln alles", ruft City-Sänger Toni Krahl zu Beginn des Konzerts seinem Publikum zu. Schwere rote Vorhänge schließen am frühen Sonntagabend jeden Lichtstrahl aus dem ausverkauften Konzertsaal der Orangerie aus, Kunstnebelschwaden wabern über die Bühne. Doch trübe Stimmung kommt dennoch nicht auf. Dafür sorgt schon Frontmann Krahl, der mit Witzen á la "Etwa fünf Prozent der Frauen sind mit ihrem Arsch zufrieden - und haben ihn geheiratet" seine Fans erheitert. "Ich wollte gar nicht kalauern, aber wir sind gestern Abend in Calau aufgetreten. Da sind einige Dinge hängengeblieben", albert er in Pausenclown-Manier und zieht dies zur Freude der Konzertbesucher den gesamten Abend durch.

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Entlockt seiner Geige atemberaubende Musik: Georgi Gogow.

© MZV

Fotostrecke

City in der Oranienburger Orangerie

Niedlich, weiß und wuschelig - Knut zog im Jahr 2007 die Berliner und später die ganze Republik in seinen Bann.  

Am Sonntagabend begeisterte die Band City ihre Fans in der Orangerie Oranienburg. © / Aileen Hohnstein

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Die Späße zwischen den einzelnen Liedern wirken wie ein Kontrastprogramm zum Auftritt der Band. City, die Kultband aus dem Osten, werden die fünf Männer gern angekündigt. 42 Jahre hat City nun schon auf dem Buckel, die Bandmitglieder Fritz Puppel, Toni Krahl, Manfred Hennig, Georgi Gogow und Klaus Selmke haben alle die 60 überschritten. Aber auf der Nostalgie-Welle wollen sie nicht schwimmen, Krahl zieht mit seinen Liedern immer wieder Bezüge zu gegenwärtigen Themen, weist auf die Aktualität der Texte hin. Wie mit "Sind so kleine Hände", das ursprünglich von der Liedermacherin Bettina Wegner gesungen wurde. Ergriffen lauschen die Menschen im Saal, wiegen sich leicht im Takt der Musik.

Lichtstrahlen in rot, grün, blau und gelb huschen durch den Saal, durchpflügen den schweren Nebel und untermalen atmosphärisch die Lieder, die von Toni Krahls rauer Stimme getragen werden. Oft schließt er seine Augen, wenn er die poetischen Texte von "Wand an Wand" oder "Casablanca" singt, unterstreicht mit seinen Händen Liedpassagen und bewegt sie zur Geigenmusik von Georgi Gogow. Dieser lässt sein Musikinstrument mal melancholisch schluchzen, mal zupft er die Saiten mit seinen Fingern und lässt die Töne hüpfen. Oder aber Gogow bearbeitet seine Geige mit dem Bogen wie ein Berserker, so dass die Musik sich voller Energie in höchste Tonlagen hochzwirbelt und sich wilde Duelle mit dem Schlagzeug und den Gitarren der übrigen Bandmitglieder liefert. So viel Begeisterung lässt auch das Publikum nicht kalt und führt zu rauschendem Beifall für ein Instrumentalstück.

Überhaupt reißt das City-Konzert die Menschen in der Orangerie mit. Mitwippen, Klatschen und Singen sind schon mit dem Konzertbeginn eine selbstverständliche Begleiterscheinung des Geschehens auf der Bühne. In der zweiten Konzerthälfte verschwinden dann auch die Stühle, auf denen Fritz Puppel, Toni Krahl und Georgi Gogow gesessen hatten. Zu "Sieben Tage lang" kennt Gogow kein Halten mehr. Er wirbelt um die eigene Achse, malt mit seinem Bogen Kreise in die Luft und zischt über die Bühne hin und her. Das Publikum feiert und fordert eine Zugabe. "Am Fenster", der größte Hit der Band, der auch außerhalb der DDR erfolgreich war, beendet das Konzert. Mit vor Begeisterung im Gang tanzenden Frauen, nicht enden wollendem Applaus und Standing Ovations.

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