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Burkhard Keeve und 27.03.2014 20:00 Uhr - Aktualisiert 27.03.2014 20:45 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Mehr Steuerfahnder im Land

Oberhavel (MZV) Das Finanzamt Oranienburg ist das "Einnahmeherz" unter den 14 Finanzbehörden des Landes, sagte am Donnerstag der neue Finanzminister Christian Görke (Linke) bei seinem Antrittsbesuch in Oranienburg.

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895,6 Millionen Euro hat das Finanzamt Oranienburg 2013 eingenommen. Es trägt damit zu 10,3 Prozent an den gesamten Steuereinnahmen im Land bei. Damit das auch so bleibt, soll beim Personal aufgestockt werden, sagte Görke in Oranienburg. "Und zwar in allen Bereichen, nicht nur bei der Steuerfahndung. Wir bilden erstmals über Bedarf aus." Bis 2010 war acht Jahre lang in den Brandenburger Finanzämtern gar nicht ausgebildet worden. "Das rächt sich jetzt", sagte Görke. Nun sei der tiefste Punkt erreicht, weil viele Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Hinzu komme der hohe Krankenstand bei den über 50-Jährigen, der deutlich höher sei als bei den Jüngeren.

Seit 2010 haben 240 junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium in den Finanzämtern begonnen. Jeweils 76 werden in diesem Herbst und den kommenden beiden Jahren neu in der Steuerverwaltung eingestellt. Die Steuerfahndung wird aktuell um sechs Stellen aufgestockt, mehr sollen folgen.

Vor dem Antrittsbesuch im Finanzamt hatte Görke sich am Vormittag in Hohen Neuendorf mit den Bürgermeistern der Nordbahngemeinden getroffen, um über Kommunalfinanzen zu sprechen. Dabei wurde sein Vorschlag begrüßt, in der nächsten Legislaturperiode ein Konjunkturpaket für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur aufzulegen. Görke kann sich vorstellen, 500 Millionen Euro in fünf Jahren an die Gemeinden zu verteilen.

Bei dem Bürgermeistertreffen ging es aber nicht nur um die Finanzausstattung der Gemeinden, sondern auch um infrastrukturelle Visionen. So will der neue Finanzminister prüfen, wie die Heidekrautbahn auf historischer Strecke reaktiviert werden kann und ob der Takt auf den S-Bahn-Linien 1 und 8 verbessert werden kann. (Seite 2 und 6)

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