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Daniel Sauer reagiert auf Debatte über Birkholzer Dorfschule und verteidigt die Stadt

CDU kritisiert "Marktplatzrhetorik" des BfB

Hans Still / 12.08.2014, 07:50 Uhr
Bernau (MOZ) Die Bernauer CDU fordert in der Diskussion um die alte Birkholzer Dorfschule zu mehr Sachlichkeit auf. In einer von Daniel Sauer verschickten Pressemitteilung heißt es, die amtierende Bürgermeisterin Michaela Waigand habe gleich nach Amtsantritt veranlasst, dass sich ein mit Gebäudemanagement befasster Mitarbeiter einen Eindruck vom Zustand der Immobilie macht. Dies geschah am 5. Mai, der Mieter hatte den Zutritt zur Wohnung genehmigt. Nach einigem Drängen der Stadt kam dann am 9. Juli eine weitere Besichtigung zustande: Ein Gutachter besichtigte das Gebäude und die Wohnung. In der 29. Kalenderwoche (14. bis 20. Juli) habe die Stadtverwaltung dann das Gutachten bekommen und unverzüglich ausgewertet.

Wie bereits berichtet, sah der Gutachter weder Leib noch Leben gefährdet. Dennoch werde dem Mieter eine Ersatzwohnung in Börnicke angeboten. Die CDU-Fraktion kommt somit zum Schluss, Mitarbeiter und Ämter der Stadt seien seit Anfang April mit dem Vorgang befasst gewesen und hätten sehr wohl ihre Aufgaben sachgerecht erledigt.

Dem Birkholzer Ortsvorsteher Dieter Geldschläger und der Fraktion BfB wirft die CDU vor, die Debatte eskalieren zu lassen, um die Arbeit von Stadtverwaltung und amtierender Bürgermeisterin zu diskreditieren. Auch sei dies ein verantwortungsloser Umgang mit dem Schicksal des Mieters. Dieter Sauer dazu: "Ich habe mir vor Ort und bei einer ausführlichen Akteneinsicht ein eigenes Bild von der Gesamtsituation verschafft. Diese Mühe hat sich die Fraktionsspitze des BfB um Herrn Neue bislang nicht gemacht. Die dennoch in bekannter Marktplatzrhetorik vorgetragenen Rufe nach Rüge und Abwahl entlarven den plötzlich vehementen Einsatz für die alte Dorfschule als offenkundigen Versuch, damit im Bürgermeisterwahlkampf zu punkten. Dies ist aber nicht das Ergebnis der letzten Monate und schon gar nicht Frau Waigand persönlich zuzurechnen."

Kommentare

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Olaf Kaden 15.08.2014 - 07:51:28

Meine Meinung

Die Absicherung der "Alten Schule" mit Flatterband war aus meiner Sicht durchaus berechtigt, Da es hier tatsächlich darum geht, dass die Stadtverwaltung Bernau Ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht vollständig nachgekommen ist. Wenn hier der Ortsbeirat zu entsprechenden Hilfsmitteln greift - dann ist das böse? Wenn die Stadt fordert, dass ein Fußballtor vom Anger entfernt werden soll, da sie dafür die Verkehrssicherungspflicht nicht übernehmen kann -verwundert mich das schon sehr. Zumal Sie unmittelbar danach Kräfte vom Bauhof schickte um das Tor mit Trennschneidern zu zerlegen (geschehen 2009). Gut, dass es Birkholzer Einwohner gab die damals einschritten. Das Tor wurde nach bekanntwerden der Aufforderung der Stadt (man hatte vergessen den Verein vorher entsprechend aufzufordern) umgehend vom Anger entfernt. Gleiches kann man also auch von Bernau erwarten. Aber hallo Walter, nicht immer kritisieren- lieber aktiv werden. Warum haben Sie denn den Ortsberat nicht über die entsprechende Scheune (so sie denn im öffentlichen Raum steht) informiert. Vielleicht machen sie das ja noch- das geht auch anonym (Briefkasten!). Also werden sich endlich für Birkholz aktiv. Wegen mir können sie jetzt gerne wieder anderer Meinung sein.

Eveline Wiemer, 14.08.2014 - 16:20:06

Warum wurde mein Kommentar entfernt?

„Keine Gefahr für Leib und Leben“ Sehr geehrter Herr Daniel Sauer , wer ein Problem zu lösen hat aber vehement Informationsverweigerung betreibt, in Verantwortung von Frau Waigand, muss sich nicht wundern, wenn so eine „Aktion“ wie die Absperrung der Alten Schule Seitens des Ortsbeirates Birkholz erfolgt. Seit Jahren wird das Problem „Alte Schule Birkholz“ an die Verantwortlichen der Stadt Bernau bei Berlin herangetragen. Informationen zum Sachstand, mögliche erzielte Ergebnisse, eingeleitete Maßnahmen durch die Stadt, wurden an die Bürger in der Vergangenheit und werden dem jetzigen Ortsbeirat nicht zur Kenntnis gegeben. Ich finde es schon sehr bedenklich wenn der Ortsvorsteher erst aus der Presse erfährt, dass ein Gutachten vorliegt. Weiterhin, dass ein Antrag zur Einsichtnahme Seitens des Ortsbeirates gestellt werden muss, um überhaupt Zugang zu dieser Expertise zu erlangen. Das ist Missbrauch der Bürokratie in Höchstform! Denn letztendlich wurde auf die Lösung „ Problem Alte Schule“ von den Birkholzern und nicht von der Stadt Bernau bei Berlin gedrungen. Nun steht laut Presse im Gutachten, dass die “Alte Schule Birkholz“ abzureißen ist. Zeigt das nicht, dass hier objektiv Gefahr in Verzug ist. Wie mir bekannt wurde, ist die Decke im „Wohnzimmer“ Einsturzgefährdet und hätte schon längst gesichert/abgestützt werden müssen. Auch der Stadt war das bekannt, nach dem Brand in der Alten Schule. Nun auf einmal, was vorher auch durch Frau Waigand schriftlich abgelehnt wurde (Verlesung des diesbezüglichen Antwortschreibens von Frau Waigand an den Ältestenrat, auf der Ortsvorsteherwahl in Birkholz), kann eine andere Wohnung für den Mieter zur Verfügung gestellt werden, welch Doppelmoral. Herr Daniel Sauer, mir geht es hier nicht um Wahlkampf nur weil ich Mitglied des BfB bin. Hier geht es um uns Bürger, hier geht es um Verkehrssicherungspflichten der Stadt, die in Verantwortung der amtierenden Bürgermeisterin liegen. Hier geht es um ein menschenwürdiges und gefahrloses Wohnen eines Bernauer Bürgers und um die Sicherung der gefahrlosen Nutzung des anrainenden Spielplatzes.

Jan Schmidt 12.08.2014 - 21:59:17

Werter Herr Sauer !

Frau Waigand war am 17.07.2014 zur ersten Sitzung des Ortsbeirates in Birkholz anwesend. Sie hatte dort die Möglichkeit sich von den Sorgen und Nöten der Birkholzer, auch in Bezug auf die "Alte Schule", ein Bild zu verschaffen. Leider blieb eine Reaktion über die weitere Vorgehensweise gegenüber den Birkholzern aus. Wir wollen die Debatte um das Thema Gebäude "Alte Schule" nicht eskalieren lassen, wir wollen es forcieren! Das Thema an sich ist nicht neu, ebenso die Schäden am Haus, noch die Wohnsituation des Mieters. Über Jahre hinweg wurde die Stadt Bernau durch Einwohner von Birkholz darauf aufmerksam gemacht. Ergebnis: 0 ! Keine Reaktion, keine Aktion! Wir möchten, dass die Wohnsituation des Mieters und der Zustand des Gebäudes endlich eine Lösung erfährt und wir wollen darüber INFORMIERT und EINBEZOGEN werden! Jan Schmidt Mitglied Ortsbeirat Birkholz

Wolfgang Mischewski 12.08.2014 - 20:51:27

Säbelrasseln in dem Wahlkampf ist legitim.

Die Sachlichkeit, die von der CDU gefordert wird, haben sie jahrelang vermissen lassen und ignoriert. Die amt. Bürgermeisterin informiert, bzw. bezieht den gewählten Ortsbeirat nach wie vor nicht in Klärungen, die den Ort betreffen, ein. Zitat: „Wie bereits berichtet, sah der Gutachter weder Leib noch Leben gefährdet.“ Keine Ahnung, woher Herr Sauer, Daniel diese Aussage des Gutachters aus dem Gutachten herausliest. Benötig man dazu CDU-Fachwissen? Als Sie das Gutachten gelesen haben, waren bei Ihnen auch 3 Rathausangestellte anwesend, Herr Sauer? Was man wirklich nicht herausliest aus dem Gutachten ist, dass das kalte Wasser von einem Hausbrunnen kommt. Eine Anschlusspflicht ans öffentliche Wassernetz des WAV besteht für ein Gebäude der Stadt Bernau offensichtlich nicht. Oder, Frau Waigand, Herr Nedlin ? Sehen Sie sich die eingereichte, unbeantwortete Petition des Ältestenrates von Birkholz hierzu an. Der Ältestenrat fordert eine Kontrolle/Überprüfung des Wassers, zur Sicherung der Gesundheit des Mieters. Die Reaktion ihrer Verwaltung? Aussitzen. Der Ortsteil Birkholz hat das Glück, einen starken arbeitsfähigen Ortsbeirat zu haben. Am 14. 9. 14 kommen gewählte Vertreter der Ortsteile Birkenhöhe, Birkholzaue dazu. Wir werden alle gemeinsam, auch mit Börnicke, zusammen arbeiten. Der Ortsbeirat ist nicht BfB, CDU, SPD, Linke, Unabhängige usw., sondern der Ortsbeirat der Bürger des jeweiligen Ortes. Wir zeigen der SVV, was durch gemeinsames Arbeiten für den Bürger erreichbar ist. Zum BfB: Der BfB nutzt genau wie die CDU, das legitime Recht im Wahlkampf, dabei kommt es auch zu Überspitzungen. Ihr CDU- Wahlslogan im Mai 2014: „ Wir sind Merkel“ Das war auch eine irreführende Überspitzung, aber lustig und regte zu Wortspielen an. Nicht der BfB hat sich einen Hofstaat von Ja-Sagern in den letzten 20 Jahren geschaffen, sondern der abgewählte CDU-Bürgermeister. Wer hat Handke denn „rechtlich“ den Steigbügel gehalten? Die amt. Bürgermeisterin kann jetzt gar nicht das Rathaus anders leiten, sie kennt nur die Ja-Sager-Methode. Den eingeschliffenen Kreisverkehr der Stadt Bernau und die Rathauspolitik auf eine sinnvolle und bürgernahe Politik für den Bürger umzustellen, ist bei Ihr nicht ansatzweise zu erkennen. Wolfgang Mischewski Birkholzaue

Walter 12.08.2014 - 17:47:23

@ E.Wiemer

Frau Wiemer, ich habe weder was zu verbergen noch bin ich feige, ganz im Gegenteil. Das Moz-Forum verlangt nur einen Nutzernamen und nicht meine Postanschrift. Warum sollte ich dann meinen Nachnamen nennen? Selbst wenn ich diesen schreiben würde, wüssten Sie noch lange nicht ob ich es wirklich bin. Woher weiß ich das Sie Eveline Wiemer sind und nicht Horst oder Peter? Ich könnte mich quasi als jeden Beliebigen ausgeben, das Forum gibt es her. Also nicht traurig sein!

Eveline Wiemer, BFB 12.08.2014 - 14:50:15

zu "Andere Meinung"

1. Wohne ich nicht in Birkholz, sondern in Birkholzaue und engagiere mich für diesen Ortsteil. Was nicht heißt, dass ich blind gegenüber anderen Ortsteilproblemen bin. 2. Auch das von Ihnen angesprochene Problem steht auf der Tagesordnung des Ortsbeirates Birkholz. Und wie Sie schon richtig bemerkt haben, kein Stadteigentum. 3. Warum weis ich das? Ganz einfach, weil ich Mitglied des Ortsbeiratskomitees war zur Gründung der Ortsbeiräte Birkholz, Birkholzaue und Birkenhöhe. Dieses Komitee gibt es so nicht mehr. Wir sind jetzt Arbeitsgruppe Ortsbeiratsgründung Birkholzaue. 4. Währe es doch hilfreich zu wissen wer da eine "Andere Meinung" hat. Vielleicht können Sie dem Ortsbeirat Birkholz bei der Lösung Ihres angesprochenen Problems ja helfen! Warum geben Sie Ihren wahren Namen nicht an, sondern ein Synonym ? Haben Sie etwas zu verbergen? Oder sind Sie einfach nur feige? 5. Wenn Sie sich dann doch entschließen sollten kein Synonym mehr zu verwenden, Werde ich auf Ihre weiteren Fragen gern antworten.

Walter 12.08.2014 - 13:41:28

Andere Meinung

Frau Wiemer, wenn es Ihnen und dem Ortsbeirat nur um die Sicherheit der Bürger geht, warum haben Sie dann noch keine Sicherheitsvorkehrungen an der Scheune gegenüber der Feuerwehrstation getroffen? Vom Objekt bröckeln Steine ab und bei Sturm fliegen regelmäßig Dachteile umher. Hat hier das Flatterband von Feuerwehrmann Robotron nicht gereicht oder liegt es daran das dieses Gebäude nicht zum Eigentum der Stadtverwaltung gehört und Sie nicht kritisieren können? Richtig, diese Scheune eignet sich nicht als Dorfgemeinschaftshaus, daher das fehlende Interesse! "Dorfgemeinschaftshaus ohne wenn und aber und in relativ kurzer Zeit., dieses Ziel gibt der Ortsbeirat Birkholz in seinem Onlineportal an. Komischerweise folgen dann alle Informationen und Artikel zur alten Schule. Und da soll man nicht auf falsche Gedanken kommen?

Hans Still 12.08.2014 - 10:47:39

Sorry, natürlich ist Daniel Sauer richtig!

Absolut berechtigter Hinweis, es muss Daniel Sauer heißen. Sorry. Der Autor

Dieter Sauer 12.08.2014 - 09:31:45

Namensverwechslung

Dieter oder Daniel Sauer? Liebe MOZ, ich bitte doch korrekt zu berichten und Namensverwechslungen auszuschließen! Übrigens hat der Ortsvorsteher Dieter Geldschläger, ebenfalls BfB-Mitglied, bereits ausführliche Akteneinsicht genommen und das Ergebnis öffentlich gemacht. Insofern sollte die Polemik gegen BfB unterbleiben. Frau Waigand, wann stellen Sie sich den Problemen der Anwohner mit der Baufirma Sch. in Rehberge? Seit 2009 leugnen Sie die Rechtswidrigkeit der Bestätigung von Bauanzeigen für diese Firma durch die Stadt Bernau.

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