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Grünheider Sumpfschildkröten beziehen Freigehege am Schul-Campus

Wappentier in der Sommerresidenz

Zurück ins Sommerquartier: Lothar Zywitza bringt die 20-jährige Adele zum Teich am Grünheider Schulcampus.
Zurück ins Sommerquartier: Lothar Zywitza bringt die 20-jährige Adele zum Teich am Grünheider Schulcampus. © Foto: MOZ
Uwe StemmlER / 21.04.2014, 21:04 Uhr
Grünheide (MOZ) Die Grünheider Wappentiere haben am Ostersonntag ihre Sommerresidenz bezogen. Sechs erwachsene Sumpfschildkröten wurden von Lothar Zywitza, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Freundeskreis Wappentier im Freigehege am Schul-Campus ausgesetzt. "Das Wetter ist ideal", freut sich Vereins-Chef Bernd Obst. Das Wasser habe 16 Grad, auch die Sonne meine es gut. "Die Tiere brauchen nämlich Wärme für ihren Stoffwechsel", erläutert er.

Seit 2005 leben die Schildkröten in dem Gehege. Zwei Jahre länger gibt es den Verein, der sich um das Tier kümmert, das seit 1934 das Wappen schmückt. Damals wurde der Ort Werlsee in Grünheide umgetauft. "Eine Begründung dafür haben wir noch nicht gefunden", sagt Obst. Auch warum die Schildkröte dann ins Wappen kam, ist nicht völlig klar. Man weiß nur: "Die Sumpfschildkröten habe einst in der Region zu Tausenden gelebt. Und sie standen auf dem Speisezettel der Bewohner."

Ob es sie deshalb nicht mehr gibt, oder ob das an dem angewachsenen Bootsverkehr auf den Gewässern oder an der Schwarzerle liegt, die den Uferzonen die wärmende Sonne raubt - auch das weiß niemand ganz genau. Untersuchungen hätten vor gut zehn Jahren jedenfalls ergeben, dass die Europäische Sumpfschildkröte in freier Wildbahn kaum Überlebenschancen besitzt. Deshalb baute der Verein 2004 das Gehege. Sechs angestammte Einwohner - fünf davon waren ein Geschenk aus Bayern - hat es, die sich unter anderem von Insekten, Froschlaich und Kaulquappen ernähren. Dass es ihnen gut geht, zeigt der Nachwuchs: Weitere sechs "Babys" bezogen am Sonntag die Kinderstube. Sie sind echte Grünheider, geschlüpft vor ein paar Jahren in einem Sandhügel am Rande des Teichs.

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