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Sabine Rakitin 05.05.2014 06:48 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Das Hallelujah der Allison Crowe

Bernau (MOZ) Ihre Interpretation von Leonard Cohens "Hallelujah" machte sie über Youtube weltweit bekannt. Sie hat ihn hunderte Male gesungen, diesen "famosen Song" und sie singt ihn immer noch gern, sagt sie am Sonnabend. Und dann, fast zum Schluss des knapp eineinhalbstündigen Konzertes, kommt es, dieses "Hallelujah" der Allison Crowe. Gänsehaut pur bei den Zuhörern im vollbesetzten kleinen Saal des Bernauer Ofenhauses. Diese außergewöhnliche Stimme kann man nicht genug hören.

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Charmant, temperamentvoll und vor allem stimmgewaltig: die Kanadierin Allison Crowe

© Wolfgang Rakitin

In ihrer Heimat Kanada ist Allison Louise Crowe, geboren 1981, ein Star. Hierzulande muss man eher Insider sein, um sie zu kennen. So wie Gabriele Tramp. An die zehn Jahre, sagt die Wandlitzerin, höre sie Crowes Musik bereits. "Sie lebt in Neufundland, da wird keltisch gesprochen. Und irgendwie, finde ich, kommen bei ihren Liedern, keltische Klänge durch. Das mag ich so", erklärt die Englischlehrerin. Als sie hörte, dass die kanadische Sängerin zum diesjährigen "Siebenklang"-Festival nach Bernau kommt, gab es für die Wandlitzerin kein Halt mehr. Bei diesem Konzert wollte sie unbedingt dabei sein.

Doch Allison Crowe ist nicht allein nach Bernau gekommen. Sie hat Billie Woods mitgebracht, Kanadierin und Songwriterin wie sie, die die ersten 30 Minuten des Abends bestreitet - mit warmer Altstimme und meisterhaft auf der Konzertgitarre. Folk im besten Sinne. Die Art, wie sie spielt und das Gefühl, dass sie in ihre Musik bringt - man hört ihr gern zu. Was nur wenige wissen: Sie ist nicht nur eine gute Musikerin, sondern auch gefragte Fotografin. Die Aufnahmen, die für die CD-Cover von Allison Crowe gemacht wurden, stammen ausnahmslos von Billie Woods.

Dann kommt Allison Crowe auf die Bühne. Die 32-Jährige sprüht geradezu vor Temperament, lacht in einer Tour, plaudert charmant - und erobert so das Publikum im Sturm. Vor neun Jahren war sie das erste Mal auf Tour durch Europa und in Deutschland. Seitdem kehrt sie immer wieder zurück. Sie mag das Musikverständnis der Deutschen, sagt ihr Manager. In Kanada sei der Geschmack auf Kommerz ausgerichtet, die Deutschen seien offener gegenüber der Kunst.

In Bernau zeigt die stimmgewaltige Kanadierin, die sich am Klavier und an der Gitarre selbst begleitet, die ganze Palette ihres Könnens. Sie steigt ein mit "Let it be" von den Beatles, bringt eigene Songs, interpretiert John Lennons "Imagine" ebenso einzigartig wie Leonard Cohens "Chelsea Hotel". Am Ende will der Applaus für sie kein Ende nehmen.

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