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Judith Melzer-Voigt 08.07.2014 18:13 Uhr
Red. Neuruppin, lokales@ruppiner-anzeiger.de

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Buhlen um ein lukratives Geschäft

Lindow (RA) Bisher liegt die Lindower Kleiderkammer ganz in der Hand des Amtes - mit eigenen MAE-Kräften und eigenen Kosten. Doch nun hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Interesse, die Kammer zu bewirtschaften. Ob die Lindower das wirklich wollen, darüber herrschte am Montagabend noch Unsicherheit.

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Bereits in der Vergangenheit haben sich die Abgeordneten des Lindower Amtsausschusses mit dem Thema Kleiderkammer befasst. Während der Sitzung am Montag war nun Ronny Sattelmair, der Geschäftsführer des DRK Ostprignitz-Ruppin zu Gast. Das DRK betreibt Kleiderkammern in Rheinsberg, Neuruppin, Fehrbellin und Wittstock - Lindow ist ein weißer Fleck auf der Karte. Teilweise würde das DRK Räume der Kommune und teilweise eigene Zimmer für das Angebot nutzen. Das Personal besteht aus MAE-Kräften und Freiwilligen, erklärte Sattelmair. Die Kleider werden an Menschen ausgegeben, ohne dass diese irgendeine Legitimation dafür vorweisen müssen. "So wird ein gewisser Grad an Anonymität aufrecht erhalten", so Sattelmair.

Das DRK hat 100 Kleidercontainer im Landkreis aufgestellt, aus denen 200 Tonnen Altkleider pro Jahr eingesammelt werden. "Momentan ist das ein lukratives Geschäft", sagte der Geschäftsführer. Aber die Preise für Altkleider seien zyklisch und könnten sinken. Momentan zieht das DRK ein Plus aus dem Geschäft. Pro Tonne werden rund 300 Euro eingenommen. Das Angebot für Lindow beinhaltet auch, Kleidercontainer im Amtsbereich aufzustellen. Diese gibt es bereits, allerdings gehören sie einer Fremdfirma. Das Amt bekommt ein Entgeld dafür. Die Kleidung würde beim DRK nicht komplett in die Kleiderkammern gehen, sondern würde sortiert werden. Was sich nicht für die Weitergabe eignet, wird verkauft.

Wenn das DRK die Lindower Kammer übernimmt, wäre auch weiterhin eine Abgabe von Kleidung vor Ort möglich, versicherte Sattelmair. "Wir haben auch festgestellt, dass die Qualität der Ware dann sehr viel höher ist als die der Kleidung aus den Containern." Die Spenden aus den Sammelstellen müssten in Lindow vorsortiert werden - und genau da liegt das Problem, das die Mitglieder des Amtsausschusses befürchten. Sie bezweifelten am Montag, dass der Raum im Bürgerhaus, in dem sich die Kammer momentan befindet, ausreichen wird. "Aber wir haben hier extra alles zusammengefasst", gab Amtsdirektor Danilo Lieske zu bedenken. "Wir werden jetzt nicht noch extra ein Gebäude öffnen." Der Abgeordnete Rainer Hollin (SPD) gab außerdem zu bedenken, dass das System des DRK - mit dem Aussortieren der Kleidung direkt vor Ort - vielleicht nicht in das Konzept eines Bürgerhauses passe, das die Lindower im Blick hatten, als sie die alte Schule saniert haben.

Ronny Sattelmair bot aber an, dass auch das momentane System der Kleiderkammer beibehalten werden kann. Dann wäre weiterhin nur die Abgabe direkt vor Ort während der Öffnungszeiten möglich. Danilo Lieske warf wiederum ein, dass Kleidercontainer auf dem Hof des Bürgerhauses nicht das Stadtbild stören würden. "Warum sollten wir das nicht mal probieren?", fragte er.

Die Abgeordneten wollten eine Entscheidung nicht übers Knie brechen: Sie wollen das Thema Kleiderkammer noch einmal ganz in Ruhe diskutieren.

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