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Stephan Michaelis 10.07.2014 19:44 Uhr
Red. Neuruppin, lokales@ruppiner-anzeiger.de

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Rekordkurs bei "Rudern gegen Krebs"

Neuruppin (RA) Am 6. September wird in Neuruppin für Menschen mit Krebs auf dem Ruppiner See zum siebten Mal gerudert. Der gewaltige Zuspruch hält an. Die Veranstaltung wird von der Stiftung Leben mit Krebs in bewährter Kooperation mit dem Neuruppiner Ruder Club sowie dem Onkologischen Schwerpunkt Brandenburg/Nordwest durchgeführt. In diesem Jahr bricht die Regatta alle Rekorde: 100 Teams (nochmals drei mehr als vor drei Tagen) werden sich für den guten Zweck in die Riemen legen. Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) übernommen.

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Für den NRC ist die hohe Teilnehmerzahl eine echte Herausforderung. Er stößt bereits an seine Grenzen, um alle Trainingseinheiten zu koordinieren. Zwölf Viererteams trainieren im Alt Ruppiner Ruderclub. Dabei sind 16 Schul- und vier Patiententeams, 18 Mannschaften aus den Ruppiner Kliniken sowie zahlreiche Neulinge, denen das Ruder-Ein-mal-Eins beigebracht werden muss. Auch Tennisspieler, Fußballer und Kanuten haben die für sich fremde Sportart entdeckt. In acht Wochen müssen alle Teilnehmer sämtliche Befehle im Ruderboot beherrschen, um koordiniert rückwärtsfahren zu können.

Die Erlöse aus Sponsorengeldern, Startgebühren und Spenden sind zur Unterstützung des Projektes "Sport und Krebs" im Rehazentrum Neuruppin vorgesehen, das seit 2009 vom Onkologischen Schwerpunkt Brandenburg/Nordwest koordiniert, angeboten und immer weiter ausgebaut wird. Ziel dieses Sportprojektes ist es, die Belastungen von Erkrankung und Therapie durch regelmäßige sportliche Betätigung aktiv zu überwinden und mit erhöhter Kondition und Kraft für den Alltag die Lebensqualität zu verbessern. Den Patienten wurde ein dafür ausgebildeter Sporttherapeut zur Seite gestellt, der sich individuell mit jedem Patienten auseinandersetzt und die für ihn geeigneten sportlichen Möglichkeiten auslotet. In den vergangenen Jahren wurden mehr als 300 Patienten stationär und ambulant betreut.

Einige Teilnehmerinnen aus dem Sportprojekt in Neuruppin sind regelmäßig im Ruderboot in Vorbereitung zur Regatta aktiv. Mit der Teilnahme an der Regatta wollen die Teilnehmer beweisen, dass Sport auch während und nach einer onkologischen Erkrankung fortgeführt werden kann. Auch in diesem Jahr wollen sie wieder an der Regatta in Neuruppin teilnehmen und freuen sich, wenn sich weitere mutige Patienten finden, die zeigen, dass trotz Krebserkrankung die Teilnahme an der Benefizregatta möglich ist.

Gemäß dem Motto "Sport tut gut und macht Mut" verfolgt die Stiftung seit 2005 das Ziel, ähnliche Sportprojekte bundesweit zu fördern und die Vorteile der Bewegung bei Krebserkrankung in die Öffentlichkeit zu vermitteln. Die Stiftung hat bundesweit 51 Benefizregatten "Rudern gegen Krebs" veranstaltet.

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