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Glienickes Einwohnerzahl wächst konstant / 24 Nationalitäten sind in der Gemeinde beheimatet

Für jeden eine Fahne

Sandra Kurtz / 03.02.2012, 19:50 Uhr
Glienicke/Nordbahn (MZV) Mindestens 24 Fahnen müssen im Glienicker Rathaus aufbewahrt werden. Denn aus so vielen Ländern kommen die 277 Ausländer, die im vergangenen Jahr in der Gemeinde lebten. Und für sie, so lautet die Tradition, wird an „ihren“ Nationalfeiertagen die eigene Fahne gut sichtbar gehisst. 213 von ihnen stammen aus Ländern der Europäischen Union. Die anderen kommen aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien oder den ehemaligen Sowjetrepubliken sowie sogar aus Asien, Afrika und Amerika. Das macht mindestens 24 Fahnen. Würden die ehemaligen Sowjetrepubliken extra ausgewiesen, wären es sogar noch mehr. Der Anteil der Ausländer an der Gesamteinwohnerzahl liegt bei 2,4 Prozent – das sind mehr als im Mühlenbecker Land (1,6 Prozent) und in Hohen Neuendorf (1,7 Prozent).

Doch woher kommen die meisten Ausländer, und muss auch die schwedische Flagge gehisst werden? Am 29. Oktober würden 38 Türken um den Dorfteich tanzen können – würden sie sich denn alle kennen. Sie stellen die größte nationale Gruppe dar. Aber auch die Polen – immerhin 30 von ihnen fühlen sich in Glienicke zu Hause – könnten am 3. Mai beim Hissen ihrer rot-weißen Fahne an der Hauptstraße dabei sein. Ganz allein wären allerdings eine Irin, die eine Schwedin, eine Irakerin und auch die Tschechin, die Glienicke zu ihrem Hauptwohnsitz gewählt haben. Ob sich die aus dem laut Statistik „restlichen Asien“ stammenden 31 Glienicker auf einen Nationalfeiertag einigen können, bleibt offen.

Fest steht hingegen, dass Glienicke zum Stichtag 1. Januar 11176 Einwohner hatte. Ihre Zahl wächst seit der Wende 1990 kontinuierlich. 160 neue Menschen konnten im Laufe des vergangenen Jahres verzeichnet werden, 2010 waren es noch 210.

Es gibt heutzutage knapp 268 mehr Frauen als Männer. Doch das vermeintlich starke Geschlecht holt auf: . Es wurden 2011 deutlich mehr Jungs als Mädchen geboren, nämlich 40 Knaben – dagegen nur 29 Mädchen. Dass mehr Jungs als Mädchen in Glienicke begrüßt werden konnten, war auch schon in den Jahren 2009 und 2010 der Fall. Das stimmt mit dem bundesdeutschen Trend überein. Allerdings war die 11000. Einwohnerin, die im Jahr 2010 in Glienicke eine neue Heimat fand, ein Mädchen – Emma Marie. Und auch die 11111. Einwohnerin, die am 11.11.2011 im Rathaus ihren Willkommens-Blumenstrauß erhielt, war eine Frau – die 81-jährige Ingrid Lunk.

Ein Viertel der Einwohner der Gemeinde ist mittlerweile über 65 Jahre alt. Bürgermeister Dr. Hans Günther Oberlack (FDP) begründet diesen Umstand mit dem so genannten Nachzug-Effekt – die mittlerweile alten Eltern folgen ihren Kindern an deren Wohnsitz, um nicht allein zu sein. Das im April öffnende Seniorenpflegeheim kommt da gerade recht.

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