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Elke Lang 08.10.2014 05:36 Uhr
Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de

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Zukunft des ländlichen Raumes

Storkow (MOZ) In Zeiten des demographischen Wandels die Dörfer nicht als Auslaufmodell, sondern als Chance zu begreifen - das hat sich der Verein zur nachhaltigen Lokal- und Regionalentwicklung im Land, Brandenburg 21, zum Ziel gesetzt. In Storkow findet am Sonnabend der 7. Tag der Dörfer statt.

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"An den Dörfern wird die demographische Veränderung am deutlichsten sichtbar", erklärte Wolf Christian Schäfer, der Sprecher der Arbeitsgruppe Lebendige Dörfer des eingetragenen Vereins. "Die Lebensverhältnisse werden sich verändern, und das wird Anforderungen an die Umgestaltung der Dörfer stellen." Er war mit einigen Mitgliedern am Montag nach Storkow gekommen, um die Feinabsprachen zur Tagung "Nachhaltige Stadt-Land-Beziehung" durchzuführen. Sie wird mit insgesamt etwa 60 Teilnehmern in vier Arbeitsgruppen von 10 bis 17 Uhr auf der Burg Storkow stattfinden. Storkow sei laut Organisator Chris Rappaport ausgewählt worden, "weil hier die Dörfer als Ortsteile mitbestimmen können und damit ein neue Entwicklung sichtbar wird".

"Wenn diese Tagung bei uns ist, lassen wir es uns nicht nehmen, selbst Mitveranstalter zu sein", stellte Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig klar. Kommen werden "Erfahrungsträger aus dem ganzen Land", so der Sprecher des Vereins. "Der Tag der Dörfer ist ein Treffen unserer Aktiven, aber auch aller, die bereit sind, sich zu engagieren, jedoch bis jetzt diesen Schritt noch nicht geschafft haben, dem Brandenburgischen Netzwerk für Lebendige Dörfer beizutreten." Zu Storkows Beteiligung gehört nicht nur das Bereitstellen der Räumlichkeiten. Die Bürgermeisterin hat auch ihre Aktiven in Sachen ländlicher Entwicklung eingeladen. Dazu gehören die Ortsbürgermeister als Vertreter der Basis. Aber auch Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) hat der Sozialdemokratin seine Teilnahme zugesagt.

Beide Ebenen, Basis und Regierung, seien wichtig, denn "wir wollen die Erfahrungen von unten aufnehmen, weil die in der Regel oben nicht ankommen", weiß Peter Ligner von Brandenburg 21. "Wir wollen klären, wie man beides politisch zusammenbringen kann." Schließlich unterstützt der Verein die Landesnachhaltigkeitsstrategie, die 2014 vom Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz beschlossen wurde. Als dritter im Boot als Veranstalter ist der Verein zur Regionalentwicklung in der Region Märkische Seen, LAG Märkische Seen, dem auch der Landkreis Oder-Spree angehört. Er unterstützt zum Beispiel bei der Beantragung von Fördermitteln aus dem LEADER-Programm zur ländlichen Entwicklung. Überregional ist der Tag der Dörfer mit dem Europäischen Netzwerk der Dörfer durch ein Grußwort von Holger Ackermann verbunden. Der Ortsvorsteher von Groß Schauen ist gleichzeitig Vorstandsmitglied im Bundesverband für Lebendige Dörfer.

Zu den vier Themenschwerpunkten, zum Beispiel Abwanderung und Zuzug und zukunftsgerechte Umnutzung von leerstehender Bausubstanz betreffend, wird es kurze Impulsreferate von nur fünf bis zehn Minuten geben. "Die Diskussion steht im Vordergrund, und das Wichtigste ist dann die Nachbereitung", verspricht Chris Rappaport. Kurzentschlossene können auch ohne Anmeldung an der Tagung teilnehmen. Der Organisator versichert: "Es wird niemand abgewiesen."

7. Tag der Dörfer, Tagung zu "Stadt-Land-Fluss-Dorf-Gemeinde-Region", Sonnabend, 10 bis 17 Uhr, Burg Storkow

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