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Paul, der Unbesiegbare

Spektakulärer Auftakt: Paul Aurin fegt seinen Kontrahenten Maxim Wermke bei der Kissenschlacht vom Schwebebalken. Am Ende gewann Aurin die Spielshow vorzeitig. Mehr Bilder von dem kurzweiligen Abend gibt es in unser Online-Galerie: www.moz.de
Spektakulärer Auftakt: Paul Aurin fegt seinen Kontrahenten Maxim Wermke bei der Kissenschlacht vom Schwebebalken. Am Ende gewann Aurin die Spielshow vorzeitig. Mehr Bilder von dem kurzweiligen Abend gibt es in unser Online-Galerie: www.moz.de © Foto: Jürgen Liebezeit
Jürgen Liebezeit / 12.10.2014, 19:15 Uhr - Aktualisiert 13.10.2014, 21:31
Hohen Neuendorf (MZV) Gelungene Premiere! Der 24-jährige Paul Aurin hat in der ausverkauften Stadthalle von Hohen Neuendorf am Samstagabend die Spielshow „Wer besiegt Paul?“ gewonnen. Er setzte sich kurz nach Mitternacht vor 650 Zuschauern gegen den Berliner Maxim Wermke vorzeitig durch. Nach dem zwölften von maximal 15 Spielen war Aurin nicht mehr einzuholen.

Paul Aurin aus Hohen Neuendorf hat am Samstagabend seine Spielshow "Wer besiegt Paul?" vorzeitig gewonnen. Er setzte sich vor ausverkaufter Stadthalle nach 12 Spielen gegen seinen Herausforderer Maxim Wermke durch. Es gab spektakuläre Spiele und einen kurzweiligen Abend, de von einem 30-köpfigen Team um Paul Aurin in ehrenamtlicher Arbeit aus Spaß an der Sache organsiert wurde.
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Wer besiegt Paul?

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Die überwiegend jungen Besucher erlebten einen kurzweiligen Abend, der gespickt war mitspannenden und actionreichen Spielen. Beeindruckt hat auch Moderator Fabian Lindemann. Der Schildower führte die beiden zeitweise aufgeregten Kontrahenten und das Publikum witzig und wortgewandt durch den Abend. Kleinere technische Pannen überspielte der 21-Jährige mit großem Charme.

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Hinter dem Projekt steht ein gut 30-köpfiges Team, das in den vergangen Monaten einen Großteil seiner Freizeit mit der Vorbereitung der Show nach dem Vorbild von „Schlag den Raab“ auf die Beine gestellt hat. Schirmherr ist der Kulturverein der Stadt, der Paul Aurin und seineFreunde auch im nächsten Jahrunterstützen will.

Wie ein kleiner Schuljunge sitzt Paul Aurin nach seinem Sieg in der Spielshow "Wer besiegt Paul?" alleine am Bühnenrand und lächelt ins Leere. Der 24-Jährige hat gerade das entscheidende Spiel gewonnen. Jetzt braucht er einen Moment der Ruhe für sich. Denn hinter dem jungen Mann liegen nicht nur vier aufregende Stunden auf der Bühne, sondern auch ein unglaublicher Vorbereitungsmarathon mit einem beachtlichen Finanzvolumen von mehr als 10 000 Euro.

Als die Idee vor fast einem Jahr geboren wurde, ein ganz großes Ding zu drehen und die Show in die Stadthalle zu holen, haben ihn viele für verrückt erklärt. Doch der angehende Lehrer, der in den Jahren zuvor in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums vor 200 Leuten fünf Mal gewonnen hatte, kann sich auf seine Freunde verlassen. Gemeinsam hat ein gut 30-köpfiges Team in der Freizeit aus Freude an der Sache das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Sie bespaßen mit ihrer Show die 650 Besucher in der ausverkauften Stadthalle in allerbester Raab-Manier, ohne einen Euro zu verdienen.

Die Spielshow auf hohem technischen Niveau überzeugt die Besucher mit einem durchdachten dynamischen Konzept und abwechslungsreichen Spielen. Schon die Auswahl des Kandidaten, der an dem Abend um 500 Euro gegen Paul spielen wird, ist toll. Vier zuvor aus zahlreichen Interessierten ausgewählte Bewerber müssen mit einem Tennisball aus fünf Metern Entfernung Dosen von einem Brett räumen. Offenbar ist die Aufregung bei dem Jahrmarkt-Spaß groß. Nur einer trifft, die drei anderen verzeichnen nur Fehlwürfe. Die Zuschauer verfolgen das Qualifikationsspiel, das in der Nebenhalle ausgetragen wird, auf einer riesigen Leinwand. Eine Livekamera überträgt in wunderbarer Qualität den Showdown zum Auftakt des Abends.

Der Sieg im Dosenwerfen ist aber nur die halbe Miete. Das Publikum darf sich auch für einen Kandidaten entscheiden. Am Ende qualifiziert sich der 24-jährige Berliner Maxim Wermke.

Die Show beginnt spektakulär mit einer Kissenschlacht auf dem Schwebebalken. Paul Aurin setzt sich nach hartem, aber fairem Kampf knapp durch. Auch das zweite Spiel - die Suche nach Fehlern auf vier scheinbar identischen, aber in einem Detail manipulierten Bildern - meistert Aurin souverän. Im dritten Spiel zeigt der 21-jährige Moderator Fabian Lindemann, welche Qualitäten in ihm stecken. Eine technische Panne quatscht der Schildower entspannt zu einem eigentlich geplanten Zwischenstopp herunter, während die Techniker verzweifelt versuchen, das Computersystem neu zu starten. Nervosität scheint für den wortgewandten Fabian Lindemann ein Fremdwort zu sein. Da wächst ein TV-Talent heran. Das Ersatzspiel Basketball-Freiwurf gewinnt der Herausforderer.

Spektakulär ist auch das letzte Duell vor der Pause: Goalball. Die Kontrahenten, denen beide die Augen verbunden wurden, werfen abwechselnd einen Ball, im dem eine Klingel Geräusche macht, auf ein Handballtor, in dem der Gegner versucht, den Einschlag mit kuriosen Paraden ins Nichts zu verhindern. Dieses Mal können die Zuschauer das Geschehen in der Nebenhalle direkt sehen. Die Trennwand war eingezogen worden.

Eklatante Schwächen offenbaren beide Spieler beim Wissensquiz. Deutsch- und Politiklehrer Rüdiger Becker, der den eloquenten Elton spielt, fragt Allgemeinwissen ab, bekommt häufiger aber gar keine Antwort als eine richtige.

Nach zwölf kurzweiligen und abwechslungsreichen Spielen steht Paul Aurin als Sieger fest. Nächstes Jahr wird er um 1 000 Euro spielen.

Alles erinnert irgendwie an die Spielshow "Schlag den Raab". Sogar manche Attitüde, mit denen der große Entertainer seine Gegner nervt und aus dem Konzept bringt, hat Paul Aurin eher unbewusst übernommen. Das aufgeregte Zappeln, wenn die Antwort auf der Zunge liegt, aber nicht ausgesprochen werden kann, das scheinbar ziellose Herumirren auf der Bühne, wenn die Anspannung zu groß wird, oder das Regelnachfragen, wenn der Gegner eigentlich schon spielbereit ist. Aber unfair ist an diesem Abend keine einzige Aktion. Sein Gegner Maxim irritiert Paul dagegen mit spontanen Kopfständen am Bühnenrand.

Neben den Spielen gab es während der Umbaupausen auch ein wenig Kultur. Zwei Musikbands (Coast of Madness und K 7, die Lehrerband des Gymnasiums) sowie eine Sängerin Sélina Hornbogen stellten sich kurz vor.

Zufall ist die Parallele zur Raab-Show nicht. Paul Aurin und seine Freunde sind begeisterte Raab-Fans, die das große Vorbild schon mehrmals live erlebt haben. Sie stehen auch in Kontakt mit der Produktionsfirma, allein um die Rechte an Logo und Einspielmusik zu bekommen. In Hohen Neuendorf gibt es nach diesem spektakulären Abend vermutlich bald mehr Aurin- als Raab-Fans.

Link zum Video: www.moz.de/oranienburg

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