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Dr. Krischke beendet Tätigkeit als Chefarzt und übernimmt neue Aufgabe

Klinik-Rechtsstreit beigelegt

© Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 24.12.2014, 06:50 Uhr
Eberswalde (MOZ) Fast anderthalb Jahre währten die Auseinandersetzungen und der Rechtsstreit zwischen dem Klinikum Barnim und dem Chefarzt der dortigen Strahlenklinik, Dr. Walter Krischke. Die nächste Runde war bereits eingeläutet, eine weitere Verhandlung für Januar anberaumt. Überraschenderweise kam es nun zwischen den Parteien zu einer außergerichtlicher Einigung, einem Kompromiss, wie der 61-jährige Mediziner auf Anfrage bestätigt.

Zu Details will sich der Chefarzt nicht äußern. Er verweist auf die Presseerklärung, die die Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG), zu der das Werner-Forßmann-Krankenhaus gehört, herausgegeben hat. Darin heißt es: "Zur Jahreswende beendet Dr. Walter Krischke seine langjährig ausgeübte Tätigkeit als Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Werner-Forßmann-Krankenhaus in Eberswalde." Der erfahrene Spezialist werde künftig "übergreifende Aufgaben im Krankenhaus und im Verbund der GLG" wahrnehmen und dort "seine fachliche Expertise weiter einbringen". Ein Aufgabenbereich werde der Ausbau der onkologischen und der palliativmedizinischen Versorgung in der Region sein, z. B. Unterstützung bei der Etablierung des Fachbereichs Onkologie am Krankenhaus Prenzlau, ist weiter zu lesen.

Und: Die Verantwortung für die Strahlentherapie am "Forßmann" liege ab Januar in den Händen des Leitenden Oberarztes Ralph Schrader, der auch die Strahlentherapie-Praxis am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) "Am Klinikum Barnim" leitet. Diese war vor einigen Monaten eröffnet worden. Mit diesen strukturellen Veränderungen begründet die Geschäftsführung denn auch den personellen Wechsel. Geschäftsführerin Dr. Steffi Miroslau dankt Dr. Krischke für dessen Leistungen um die Entwicklung der Strahlenklinik.

Die Causa Dr. Krischke war eine von insgesamt drei prominenten Personalien, die die GLG in diesem Jahr beschäftigte und in die Schlagzeilen brachte. Der Brustkrebsspezialist Dr. Frank Kozian hat kürzlich das Haus verlassen, der kaufmännische Geschäftsführer wurde abberufen. Mit dem Abschied von Krischke als Chefarzt ist nun auch der letzte Fall gelöst. "Der Rechtsstreit ist damit beigelegt", bestätigt der Eberswalder. Krischke hatte 2001 die Leitung der Strahlenklinik übernommen. Zuvor hatte ein Skandal die Einrichtung erschüttert. Sie musste geschlossen werden. Der aus Hamburg kommende Krischke hat die Klinik neu aufgestellt und ihr zu neuem Ansehen verholfen. Die Strahlentherapie spielt insbesondere in der Krebsbehandlung eine Rolle.

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