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Preisgekröntes Café zum Glück

Preis für Trebnitz: Mehr als 3000 Gäste der Grünen Woche verfolgten die Preisverleihung des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Beate Rauch (3.v.l.) leitet seit Beginn das Trebnitzer Projekt "Café zum Glück". Mit den Jugendlichen Katarine Wuthe (danebe
Preis für Trebnitz: Mehr als 3000 Gäste der Grünen Woche verfolgten die Preisverleihung des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Beate Rauch (3.v.l.) leitet seit Beginn das Trebnitzer Projekt "Café zum Glück". Mit den Jugendlichen Katarine Wuthe (danebe © Foto: BDL/Gräschke
Doris Steinkraus / 23.01.2015, 07:22 Uhr
Trebnitz/Berlin (MOZ) Wieder einmal rückte die Begegnungsstätte Schloß Trebnitz in den Fokus der Öffentlichkeit. Nach der Auszeichnung mit dem deutsch-polnischen Preis 2014 für den Verein gab es nun bei der Grünen Woche erneut Grund zur Freude.

Seit Anfang 2013 gibt es das Café zum Glück. Betrieben wird es von deutschen und polnischen Schülern. Es öffnet während der Saison jeweils am Sonnabend und Sonntag seine Türen. Die Schüler arbeiten nach festen "Dienstplänen". Wobei es nicht nur darum geht, Einheimische und Ausflügler zu bewirten. Die jungen Leute erlernen Sozialkompetenz und Verantwortungsbewusstsein, erleben Anerkennung und Lob. Ihre Arbeit wurde wiederholt auf Landesebene gewürdigt. Nun ist ein weiterer Preis hinzu gekommen.

Seit sieben Jahren wird durch den Bund der Deutschen Landjugend (BDL) und die R+V-Versicherung bundesweit der Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis ausgelobt. "Die Bewerbungen zeigen, dass junge Menschen nicht nur frische Ideen für ihre Heimat haben, sondern sie mit Körpereinsatz und Köpfchen umsetzen", so Kathrin Funk, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend. Beeindruckt von Fülle und Vielfalt, Qualität und Einfallsreichtum der eingereichten Bewerbungen, sei der Jury die Entscheidung nicht leicht gefallen. "Jeder hätte den Preis verdient", sagte Harald Krummenauer von der R+V-Versicherung vor den tausenden jungen Gästen auf der BDL-Jugendveranstaltung während der Grünen Woche. Das Café zum Glück ist einer von vier Preisträgern.

Dieses Projekt überschreite Grenzen, heißt es in der Begründung. Es baue nicht nur Brücken zwischen Kulturen und Nationen, sondern vermittle dabei wirtschaftliche Kenntnisse. In der Schülerfirma würden deutsche und polnische Jugendliche alles lernen, was für das Betreiben eines Cafés nötig ist, von der Buchhaltung bis zur Milchschäumtechnik. Das sei interkulturelles Lernen vom Feinsten und bringe Lebensqualität aufs Land. Das Projekt überzeugte auch durch die Einbindung von grenznahen deutschen und polnischen Schulen. Obendrein sei das "Café zum Glück" Erfahrungs- und Gestaltungsraum für die jungen Gastgeber. Das Projekt schaffe Selbstbewusstsein.

"Wir freuen uns sehr und laden schon jetzt für die neue Saison ein", sagt Darius Müller, Leiter von Schloß Trebnitz. Zum Saisonstart gibt es den nächsten Höhepunkt. Das Café zum Glück bezieht dann sein Domizil in der Remise, die komplett saniert und Ende März eröffnet wird.

"Ich beglückwünsche die Akteure der Schülerfirma und ihre Projektleiterin zu diesem Preis", gratulierte die Landtagsabgeordnete Simona Koß (SPD). Es sei eine Freude zu sehen, wie die deutsch-polnische Zusammenarbeit innerhalb kurzer Zeit zu einem solchen Erfolg geworden ist. "Ein ganz tolles und nachahmenswertes Beispiel, wie man sich auf das künftige berufliche Leben vorbereiten kann", sieht es Koß. Als Leiterin der Kleeblattschule in Seelow, deren Schüler mitwirken, hatte sie das Projekt mit auf den Weg gebracht. Die Schüler hätten mit ihrer Firma Hervorragendes auf die Beine gestellt. "Das ist eine schöne Bereicherung für den ländlichen Raum", zeigt sich die SPD-Politikerin begeistert.

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