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Wohngruppen mit 13 Jungen und Mädchen aus Syrien seit kurzem von Sozialpädagogischem Verein Alep betreut / Gelungene Weihnachtsfeier

Allein flüchtende Jugendliche aufgenommen

Gute Stimmung: Sabrin Heida (rechts), die fließend Arabisch spricht, hilft als Dolmetscherin bei Gesprächen zwischen deutschen und syrischen Jugendlichen.
Gute Stimmung: Sabrin Heida (rechts), die fließend Arabisch spricht, hilft als Dolmetscherin bei Gesprächen zwischen deutschen und syrischen Jugendlichen. © Foto: MZV
Jürgen Liebezeit / 17.12.2015, 10:15 Uhr
Borgsdorf (MZV) Eine besondere Weihnachtsfeier haben die Kinder und Jugendliche des sozialpädagogischen Verbundes Alep aus Borgsdorf am Dienstag erlebt. In der Zentrale an der Margeritenstraße nahmen auch 13 minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge aus Syrien teil. Die Jungen und Mädchen sind ohne ihre Eltern oder Verwandten aus ihrem Heimatland geflohen oder haben sie unterwegs verloren. "Ein Junge hat erlebt, wie seine Schwester ertrunken ist", schildert Einrichtungsleiter Mario Bade nur ein Schicksal.

Die jungen Syrer werden in zwei Wohngruppen betreut. Einige besuchen bereits die Willkommensklasse in Oranienburg. Gemeinsam lernen sie mit einem Lehrer die deutsche Sprache. Die Verständigung auf dem Weihnachtsmarkt funktionierte am Dienstag allerdings eher mit Händen und Füßen, einer Sprach-App und mit teilweise sehr gutem Englisch und einigen Brocken Deutsch. Wenn es gar nicht mehr weiterging, half Sabrin Heida aus. Die Erzieherin spricht fließend Arabisch. "Die Integration kommt voran", freut sich Bade über die ersten gruppenübergreifenden Kontakte. "Das ist für alle Seiten eine Herausforderung, die gut angenommen wird", lobt er die Jugendlichen und sein Team.

Die Feier wurde vom Lidl-Logistiklager in Kremmen und dem Filmstudio Babelsberg finanziell unterstützt. Beide spenden auch für die Verbundfahrt im nächsten Jahr Geld. Es gab nicht nur viele weihnachtliche Bastel- und Essensangebote, sondern auch den Auftritt eines Clowns-Duos. "Hier sind alle sehr freundlich", freute sich der 16-jährige Ghaith über die gelungene Feier.

ALEP betreut in 16 Wohnprojekten insgesamt 86 Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in ihren Familien leben können oder einen besonderen Förderungsbedarf haben. Sie halten aber alle Kontakt zu ihren Familien.

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