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Vorbereitung zum Berufemarkt am OSZ II

Nach 20 Jahren ein Selbstläufer

Marco Marschall / 07.09.2015, 05:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Zeiten haben sich geändert: "Zum ersten Berufemarkt 1996 gab es noch eine Überzahl an Schülern und wenig Ausbildungsbetriebe", erinnert sich Bürgermeister Friedhelm Boginski beim Vorbereitungstreffen zur 20. Jobbörse für Jugendliche mit Vertretern des Oberstufenzentrums II und der Arbeitsagentur Eberswalde. Damals mussten die Organisatoren jede Menge Klinken putzen, um Unternehmen für ihre Sache zu gewinnen. Nach zwei Jahrzehnten ist die Veranstaltung am OSZ eine feste Institution. "Wir betteln nicht mehr", sagt Evelyn Brotmann, Lehrerin und Teil des Organisationsteams. Die Beteiligung von Firmen, die ihre Gebiete am Berufetag vorstellen und um Auszubildende werben, laufe von allein. Langjährige Partner werden allerdings besonders gepflegt und persönlich eingeladen.

75 Aussteller waren es im vergangenen Jahr. Auf eine ähnliche Zahl wird auch für den 23. Januar gebaut. "Allerdings geht es nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität", so Evelyn Brotmann. Sie hofft, dass Besucher an den einzelnen Ständen wieder viel ausprobieren können. Besonders bewährt habe sich, dass die Betriebe ihre Auszubildenden mitbringen. Diese könnten am besten schildern, was im jeweiligen Beruf erwartet wird.

Um Öffentlichkeitswirksamkeit ihres Vorhabens machen sich OSZ, Arbeitsagentur und die Stadt keine Sorgen. Schließlich hätten mit Diana Golze (Die Linke), Albrecht Gerber und Günter Baaske (SPD) schon drei Brandenburgische Minister ihr Kommen angekündigt.

Beim Vorbereitungstreffen sprach Friedhelm Boginski auch die Herausforderung an, Flüchtlinge durch Berufsausbildung zu integrieren. "Wir werden gemeinsam Wege finden, sie einzubinden", so Schulleiterin Heike Borecky. Die neuen Eberswalder seien willkommen. "Weil wir sie definitiv brauchen, um einen Schulstandort zu erhalten".

Fremdsprachenlehrer für Englisch, Französisch und Spanisch am OSZ würden dabei helfen, Sprachbarrieren abzubauen. Die Arbeitsagentur Eberswalde werde extra für die Vermittlung von Flüchtlingen jemanden einstellen, kündigte die stellvertretende Agenturleiterin Constanze Hildebrandt an.

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