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Polen zeigt Interesse am Hafen

Interview im Hafen: Bei seinem Besuch in Schwedt wird der polnische Staatssekretär Grzegorz Witkowski vom Schifffahrtsministerium von polnischen Medien befragt.
Interview im Hafen: Bei seinem Besuch in Schwedt wird der polnische Staatssekretär Grzegorz Witkowski vom Schifffahrtsministerium von polnischen Medien befragt. © Foto: MOZ/Michael Dietrich
Michael Dietrich / 23.11.2016, 06:10 Uhr
Schwedt (MOZ) Während in Warschau eine hochrangig besetzte Konferenz zur Zukunft der Wasserstraßen lief, an der sechs Mitgliedsländer der Europäischen Union die Neugestaltung der Verkehre auf den europäischen Wasserwegen diskutierten, besuchte Polens Staatssekretär vom Ministerium für See- und Binnenschifffahrt den Hafen Schwedt.

Grzegorz Witkowski und seine Kollegen vom dortigen Schifffahrtsamt interessierten sich dafür, was der Schwedter Hafen gekostet hat, ob er privat oder öffentlich betrieben werde, was und wie viel umgeschlagen werde und welche Entwicklung die deutsche Seite sehe. "Sehen Sie den Hafen Stettin als Konkurrenz?", fragte Grzegorz Witkowski den ICU-Geschäftsführer Silvio Moritz, der den polnischen Gast stellvertretend für den in Warschau weilenden Hafenleiter begrüßte. Der Schwedter Hafen, erklärte Moritz, sehe die Zusammenarbeit mit Stettin eher als große Chance. Schiffe aus Schwedt könnten in Stettin zugeladen werden, Schiffe aus England und Skandinavien bis Stettin Rücktransporte aufnehmen und dadurch Leerfahrten vermeiden.

Der polnische Besuch erklärte sein Interesse an den deutschen Anlagen mit den eigenen Plänen zum Ausbau der Binnenschifffahrt. Man wolle von Deutschland lernen.

Das Interesse der Polen wiederum beflügelt in Schwedt Hoffnungen. Macht Polen Ernst mit dem Ausbau der Binnenschifffahrt, könnte auch die Bedeutung der Wasserstraßen in Ostdeutschland steigen. Schwedt wartet sehnsüchtig auf den Ausbau der Hohensaathen-Friedrichthaler-Wasserstraße und ebenso auf die zwischen Polen und Deutschland vereinbarte Ausbaggerung der Klützer Querfahrt und des Damschen Sees. Sind diese Wasserwege besser ausgebaut, so Moritz, werde auch der Schiffsverkehr ansteigen.

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