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Viel Sand im Getriebe

Kaum ein Durchkommen: Moritz Assmann (l.) vom SV Eberswalde versucht die Spreewälder Abwehr zu knacken.
Kaum ein Durchkommen: Moritz Assmann (l.) vom SV Eberswalde versucht die Spreewälder Abwehr zu knacken. © Foto: Andreas Gora
Hans-Joachim Haarbrandt / 20.03.2017, 22:04 Uhr
Eberswalde (MOZ) Handball-Brandenburgligist 1. SV Eberswalde rutscht immer weiter in die Abstiegszone hinein. Gegen den Tabellenzweiten HC Spreewald konnten die Eberswalder nur eine Halbzeit lang mithalten. Nach dem Wechsel gingen die Gastgeber regelrecht unter und verloren am Ende klar mit 16:26.

Sechs Stammspieler musste Torsten Raeck, Trainer des 1. SV Eberswalde, ersetzen. So musste die zweite Mannschaft, die im Vorspiel den SV Eichstädt klar mit 34:24 besiegte, wieder aushelfen. Trotz der Besetzungsmisere wollten die Gastgeber einen Sieg, um mit zwei Punkten den angestrebten Klassenerhalt ein Stück näher zu kommen.

Beide Mannschaften begannen die Partie hochmotiviert. Drei Angriffe in der ersten Minute, die aber alle keinen zählbaren Erfolg brachten, zeigten, dass beide Teams den Gegner unter Druck setzen wollten. In der 3. Minute war es dann endlich soweit, Moritz Assmann nutzte einen Konter erfolgreich und brachte seine Mannschaft in Führung. Bis zur sechsten Minute sah das Spiel des Gastgebers recht ordentlich aus. Hinten stand die Abwehr sicher und nach vorne wurden die Angriffe schnell vorgetragen. Als Ben Hanisch dann eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, nutzten die Spreewälder die Überzahl clever aus und kamen zum 2:2 Ausgleich. Tomasz Romanowski erzielte das 3:2, das war dann die letzte Führung für die Hausherren in diesem Spiel.

Die Gäste wurden jetzt stärker und versuchten, die starke Mann orientierte Deckung mit schnellen Ballpassagen auszuhebeln. Der torgefährliche Moritz Assmann wurde durch das Gästeteam eng gedeckt, doch der fand immer wieder eine Lücke. Die Anschlusstreffer zum 4:5 und 5:6 und 6:7 gingen auf sein Konto. Jetzt häuften sich auch die Fehlabspiele und die Fehlwürfe auf Seiten der Gastgeber. Trotzdem blieben die Eberswalder auf Augenhöhe. Das war auch ein Verdienst von Torhüter Steffen Piontek. Mehrmals hält er mit tollen Paraden sein Team im Spiel. Der 1. SV Eberswalde hält Anschluss zum Favoriten und geht mit einem 8:10 in die Halbzeitpause. Bei einer besseren Nutzung der heraus gespielten Chancen, besonders von den Außenpositionen wäre auch eine Führung der Barnimer möglich und sie wäre auch nicht unverdient gewesen.

Der Trainer der Spreewälder, Mirko Wolschke, hatte in der Halbzeitpause mit seiner Mannschaft die Marschroute für die zweite Halbzeit festgelegt. Das bedeutete, dass die Gäste jetzt weniger das 1:1 suchten und dafür den Ball schneller laufen lassen wollten. Auf der Gegenseite hatte Torsten Raeck seiner Mannschaft besonders ans Herz gelegt, die Chancen resolut zu nutzen, um einen größeren Rückstand zu verhindern. Während das Konzept bei den Gästen aufging, war im Spiel des Gastgeber viel Sand im Getriebe. Lediglich Moritz Assmann konnte mit seinen Toren zum 9:12 und 10:14 ein frühzeitiges Debakel verhindern. Er und der im Tor überragend haltende Steffen Piontek waren aber zu wenig, um der kompakt auftretenden Gästemannschaft Paroli zu bieten. Während die Gäste ihr Torkonto stetig aufbesserten, gelang das den Eberswaldern nur sehr schleppend. Drei Tore in den ersten 17 Minuten der zweiten Hälfte für den Gastgeber sind ein absoluter Tiefstwert. Mit 16:26 fiel die Niederlage der Eberswalder ziemlich deftig aus. Jetzt müssen die Barnimer in den letzten fünf Spielen die noch zum Klassenerhalt notwendigen Punkte holen.

Eberswalde: Piontek - Haida, Assmann (9), Skenderi (3/1), Hanisch, Ludwig (1), Smuch (1), Romanowski (2), Raeck, Wielsch

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