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Eva-Martina Weyer 21.04.2017 06:30 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

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Millionen für die Schule

Gartz (MOZ) Einstimmig haben die Gartzer Stadtverordneten den Haushalt für die Jahre 2017 und 2018 beschlossen. Der Löwenanteil des zur Verfügung stehenden Geldes fließt in die Sanierung der Schule und den Neubau der Turnhalle. Das sind rund vier Millionen Euro.

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Vortrag im Stadtparlament: Die Gartzer Stadtverordneten verfolgen den Vortrag von Architekt Martin Zavracky zu (2. v. r.). Er erläutert, wie die Grundschule saniert und die Turnhalle neu gebaut werden soll.

© MOZ/Eva-Martina Weyer

Für die Stadtverordneten scheint die Sanierung der Grundschule zum Greifen nahe. Die Finanzierung ist geklärt. Mit 92 000 Euro Eigenmitteln will die Stadt Gartz das vier Millionen Euro teure Vorhaben angehen. Der "Rest" der Bausumme soll aus Fördermitteln der EU und aus dem kommunalen Ausgleichfonds des Landes bestritten werden.

Der Gartzer Amtsdirektor Frank Gotzmann bezeichnet das Vorhaben Schulsanierung als einmalig für Gartz. Bis Jahresende werde daran gearbeitet, die Bauunterlagen zu komplettieren. Erst dann könne ein Antrag auf Fördermittel gestellt werden. Man arbeite eng mit dem Rostocker Architektenbüro Bastmann und Zavracky zusammen. "Von April 2018 bis Schuljahresende 2019 ist unser bevorzugtes Baufenster", stellte Frank Gotzmann in Aussicht.

Architekt Martin Zavracky hatte den Stadtverordneten zuvor die Baupläne erläutert. Energetisch wird die Schule auf den neusten Stand gebracht. Die schwindelerregenden Betriebskosten hatten den Stadthaushalt extrem belastet. Aus den aktuellen Bauplänen wird klar: Die Schulsanierung und der Neubau der Turnhalle basieren auf preiswerten Varianten. Dort heißt es "Kosten senken, Reduktion der Turnhalle auf reine Hallenfunktion; standardisierte, einfache Konstruktionen mit Anleihen im Industriebau".

Bürgermeister Burkhard Fleischmann lobt die Zusammenarbeit mit den Rostocker Architekten und der Stadtverordnete Christian Tkocz spricht gar von einer optimalen Lösung. "Der städtische Eigenanteil an der Bausumme liegt bei 2,3 Prozent. Wenn wir das so hinkriegen, dann ist das bundesweit einmalig. Danke an das Amt Gartz, das die Vorleistungen erbracht hat und das Vorhaben fachlich begleitet."

Die Stadtverordneten sind erleichtert, dass sie in diesem und im nächsten Jahr mit einem ausgeglichenen Haushalt arbeiten können. Außer der Schulsanierung sind Verbesserungen bei Straßen und Radwegen vorgesehen. Marita Klingbeil freute sich: "In diesem Haushalt ist es gelungen, dass wir mit wenig Eigenmitteln große Investitionen verwirklichen können." Für einige Projekte wie zum Beispiel den Radweg von Gartz nach Geesow und die Brücke ins Zwischenoderland hat das Geld jedoch nicht gereicht.

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