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Köche im Schafstall

Besuch im Schafstall: Köche, Gastronomen und Servicepersonal überzeugten sich bei Jens Kath (r.) von den guten Haltungsbedingungenfür die Tiere.
Besuch im Schafstall: Köche, Gastronomen und Servicepersonal überzeugten sich bei Jens Kath (r.) von den guten Haltungsbedingungenfür die Tiere. © Foto: Johanna Henschel
Kerstin Unger / 21.04.2017, 06:41 Uhr
Angermünde (MOZ) "Angermünde in aller Munde" heißt ein Projekt aus der Entwicklungskonzeption des staatlich anerkannten Erholungsortes Angermünde. Dabei geht es um Werbung und darum, dass sich Gutes herumspricht. Aber bevor die Werbetrommel richtig gewirbelt werden kann gibt es noch viel Arbeit. Ziel ist es, gute Angebote zu entwickeln.

Kreative Gerichte aus regionalen Produkten möchten die Gastronomen vom Hotel "Am Seetor", dem Nabu-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle und vom Flair-Hotel Weiss auf ihre Speisekarten setzten. Das führte Gastronomen, Köche und Servicepersonal in den Schafstall. Denn das, was man verkauft, möchte man kennen und dem Gast erklären können.

Jens Kath, Vorsitzender des Schäfervereins Uckermark und selbst Schäfer, informierte die Touristiker über die moderne Schafhaltung. Ein Blick in der Schafstall ließ erkennen, dass Schaffleisch ein richtig gutes Naturprodukt der Uckermark ist. Jens Kath arbeitet eng mit dem Gut Kerkow zusammen. Dort werden seine Tiere geschlachtet und verarbeitet. Momentan landet das Fleisch in der Berliner Gastronomie. Uckermärkische Schäfer halten jedoch genug Tiere, um auch die hiesige Gastronomie zu versorgen.

Die Gastronomen bewegen viele Fragen, zum Beispiel zum Einkaufspreis für Fleischteile und den Liefermöglichkeiten.

Für Produzenten wiederum ist für die Planung der Aufzucht wichtig, welche Fleischmengen die Gastronomie abnehmen kann. Es geht aber nicht nur um den Verkauf der Edelfleischteile wie Keule und Rücken, sondern auch um das Verarbeitungsfleisch. Schließlich muss das ganze Schaf vermarktet werden. Hier wurde auch an kleinen Imbisswirtschaften an den Rad- und Wanderwegen gedacht. So gab es erste Überlegungen "Irish Stew" in der uckermärkischen Küche zu übersetzen. Es wurde auch die Lammbratwurst vom Gut Kerkow von den Gastronomen verkostet.

Zu einem zweiten Treffen waren die Gastronomen auf das Gut Kerkow eingeladen. Heidrun Reshöft kochte für sie "Shepherds Pie", einen Schäferkuchen und bot die Wurstsorten zur Verkostung an. Die Köche sprachen über ihre Lamm-Gerichte.

Das erste Kreativ-Kochen mit Verkostung der Gerichte findet anlässlich der Lämmerwoche in der Blumberger Mühle statt. Heute um 17.30 Uhr können die Lamm-Kreationen der Köche verkostet werden.

Johanna Henschel, Geschäftsführerin des Angermünder Tourismuvereins, sagt zu dem Projekt: "Als Tourismusverein engagieren wir uns hier, weil es ein sehr gutes touristisches Projekt im Rahmen unserer Vorhaben im Naturtourismus ist. Aber vor allem ist es auch ein Beitrag zur Verbesserung der Wertschöpfung in der Region."

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