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Ellen Werner 21.04.2017 06:55 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

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Kanustopp im Zentrum

Eberswalde (MOZ) Es ist nur ein kleiner Anlegeplatz, aber der Symbolwert ist hoch: Am Donnerstag ist an der Eberswalder Stadtpromenade ein Kanusteg eingeweiht worden. Bezahlt hat der Landkreis - der Anrainerkommunen nun auch mit Zuschüssen zu einer Übernahme der Finowkanalschleusen anreizen will.

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Paddler an der Stadtpromenade: Am neuen Kanusteg sitzen Christoff Gäbler (l.), Hartmut Ginnow-Merkert, Carsten Bockhardt und Friedhelm Boginski im Boot. Mit Danko Jur (r.) werben sie für das Hafenfest, einen Kanuverleih - und den Finowkanal.

© MOZ/Ellen Werner

Motorboote finden an der Schwärzemündung längst ihren Platz. Vor drei Jahren entstand mit der Stadtpromenade in Eberswaldes Stadtmitte auch eine große Anlegestelle. Wasserwanderer konnten dort bislang allerdings nur vorbeipaddeln. Das ist nun anders. Am Freitag hat der europäische regionale Förderverein, der die Finowkanalschleusen während der Saison offenhält, einen Kanusteg eingeweiht. Die Anlage ermögliche Wasserwanderern den Zugang vom Finowkanal in die Innenstadt. "Wir hatten vom Landkreis und von der Stadt den Auftrag, den Bau zu organisieren", erklärte Danko Jur, Geschäftsführer des Vereins.

Die Ersten, die mit dem Kanu dort ablegten - wenn auch nur für ein Foto - waren verschiedene Finowkanal-Akteure: In einem Boot Christoff Gäbler, Geschäftsstellenleiter der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Finowkanal sowie der Vorsitzende des Vereins Unser Finowkanal Hartmut Ginnow-Merkert, im anderen Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) und Barnims Vizelandrat Carsten Bockhardt (CDU). Die vier wollten die Aktion als starkes Zeichen verstanden wissen. "Es ist wie mit einer Perlenschnur. Einzelne Perlen tragen dazu bei, dass am Ende ein tolles Collier entsteht", erklärte Carsten Bockhardt. So spiele der Steg im Gesamtpaket Finowkanal eine Rolle.

Bockhardt verband seine Worte mit einem klaren Bekenntnis des Landkreises zur Übernahme der Finowkanal-Schleusen in kommunale Verantwortung. Derzeit laufen dazu Gespräche zwischen dem Bund und der Region. "Wir wollen, dass die Anrainerkommunen das Angebot des Bundes annehmen und die Schleusen in ihre Trägerschaft übernehmen", so Bockhardt. Dazu werde die Verwaltung im Juni einen Kreistagsbeschluss "als Grundlage für die Diskussion in den Kommunen" erbitten. Danach würde der Kreis jährlich 300 000 Euro zur Unterhaltung sowie in Drei-Jahres-Scheiben 1,5 Millionen Euro zuschießen, sofern Bund und Land die Vorhaben fördern.

Der Kreis hat darüber hinaus den Steg mit zwei Steintreppen finanziert. Knapp 37 000 Euro hat die Anlage gekostet, an der nun bis zu drei Kanus oder Ruderboote festmachen können. "Der Bau ist auch ein Zeichen für alle Skeptiker, dass es weitergeht am Finowkanal", konstatierte Bürgermeister Boginski. Er machte zudem darauf aufmerksam, dass mit dem Hafenfest in einer Woche am selben Ort ein nächstes Zeichen gesetzt werde. Das Fest am 29. April richten die Stadt und der Finowkanal-Verein gemeinsam aus.

Kanufahrer dürften den neuen Steg verstärkt ab Mai nutzen. Dann beginnt der Förderverein unter dem Namen Indianertours Eberswalde ein paar hundert Meter weiter auch mit dem Kanuverleih in der Stadtmitte.

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