to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Sonntag, 28. Mai 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Steffen Göttmann 21.04.2017 07:15 Uhr - Aktualisiert 24.04.2017 08:41 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

lokales/artikel-ansicht/dg/0/

Kinder ziehen Pflug und legen Kartoffeln

Schiffmühle (MOZ) "Ich brauche zwei kräftige Kinder", sagte Olaf Stöhr, Geschäftsführer der Agrogenossenschaft Schiffmühle. Tristan meldete sich zuerst, auch Levi war schnell zur Stelle, um den Häufelpflug zu ziehen, der die Furche öffnen sollte, um Kartoffeln zu legen. Pia und Vanessa versuchten, den Pflug in der Spur zu halten. 17 Kinder der Kita "Apfelbäumchen" in Schiffmühle durften am Donnerstagvormittag auf einem Feld Kartoffeln legen, die sie dann im Herbst ernten dürfen. Begeistert waren alle dabei. "Wir sind häufiger in der Agrogenossenschaft, legen aber erstmals Kartoffeln", berichtete Erzieherin Heidi Löffler, die die Kinder auf die Aktion vorbereitet hat.

lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1568265/
 

Nachwuchs-Bauern: Olaf Stöhr, Geschäftsführer der Agrogenossenschaft Schiffmühle, erklärt Vanessa, Pia, Tristan und Levi (v. l.), wie ein Pflug zum Kartoffel Legen gezogen wird.

© MOZ/Steffen Göttmann

Auf einem halben Hektar großen Acker hinter ihrem Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude baut die Agrogenossenschaft nun auf Anregung der Eltern der Kita-Kinder Kartoffeln an. Einerseits können die Kinder lernen, woher die Lebensmittel der Sorte "Manitu" kommen und anderseits sollen sie nicht den Kontakt zur Landwirtschaft im Ort verlieren.

"Wir haben seit 25 Jahren keine Kartoffeln mehr angebaut", sagte Olaf Stöhr. Es sei ein Versuch, weil viele Leute erklärten, sie würden gerne Kartoffeln kaufen. Das Betriebsergebnis werde sich dadurch kaum verändern, aber der Betrieb wolle neue Dinge ausprobieren. Denn wegen des niedrigen Milchpreises schaffte der Betrieb bereits seine Milchkühe ab und sattelte um auf Rindermast.

Auf 700 Hektar Land baut der Betrieb Getreide an, vor allem Gerste und Weizen, der in den nahen Osten exportiert wird. Die Schiffmühler Agrogenossenschaft baut Lebensmittel an, betreibe selbst keine Biogasanlage und beliefere auch, sagte der Geschäftsführer. Er hat zu Jahresbeginn Vera Wesner abgelöst, die sich in den Ruhestand verabschiedet hat, aber immer mit Rat und Tat zur Seite steht. So half sie auch am Donnerstag und hob mit einem Spaten Löcher aus, in die die Kinder jeweils eine Kartoffel legten.

Derzeit lote der Betrieb aus, wo sich weitere Möglichkeiten bieten, die Produktion etwas zu verändern. "Es gibt Überlegungen in verschiedene Richtungen, die Frage ist jedoch, wie es angenommen wird", sagte der Geschäftsführer. Derzeit werden Produkte im Bürogebäude verkauft. "Wir sind dabei, einen kleinen Laden auf dem Hof einzurichten", kündigte Olaf Stöhr an. Darüber hinaus beliefere er auch den Hofladen von Axel Schenk in Neuenhagen. Landwirtschaft müsse vielmehr erklären, was sie macht. Dafür seien Aktionen wie die mit den Kindern wichtig, sagte Olaf Stöhr. Mehr zu erfahren ist am 1. Juli, wenn der Betrieb vor allem die Pächter zum Hoffest einlädt.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel
MOZ

Ort, PLZ oder Redaktion