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Christian Schönberg 21.04.2017 17:20 Uhr
Red. Neuruppin, lokales@ruppiner-anzeiger.de

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Zukunft des Mittendrin-Geländes geschrieben

Ostprignitz-Ruppin (MZV) Das geräumte Haus des ehemaligen Neuruppiner Jugendprojektes "Mittendrin" modert vor sich hin. Damit soll bald Schluss sein. Die Sparkasse will dort und auf einem weiteren Bebelstraßen-Grundstück bis zu 60neue Wohnungen schaffen.

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Links Bebel-, rechts Schinkelstraße: Viele der dort neu entstehenden Wohnungen werden mit Balkon zur Straße und/oder zum Innenhof ausgestattet.

© MZV

Baustart soll im kommenden Jahr sein. Ende 2019 sind die Gebäude bezugsfertig, spätestens aber Anfang 2020. Den jetzigen Plänen zufolge sollen sieben Millionen Euro investiert werden. Ob es bei der Summe bleibt, muss sich angesichts stark schwankender Baupreise aber zeigen.

Das kreiseigene Geldinstitut hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. "Wir wollen nicht in Konkurrenz zu den Wohnungsgesellschaften auftreten", betont Vorstandschef Markus Rück. "Ein solches Projekt wird für uns einmalig bleiben." Doch es gab mehrere Gründe für diesen ungewöhnlichen wirtschaftlichen Schritt.

Zum einen war das Sparkassengebäude an der Schinkelstraße 2011 saniert worden. Dabei wurde ein Anbau zwischen diesem Bankhaus und dem "Mittendrin"-Gebäude entfernt. "Wir durften das nur unter der Auflage, dass wir die Lücke wieder schließen", so Rück. Zum anderen macht der Sparkasse wie allen Banken das Zinssystem der Europäischen Zentralbank zu schaffen(RA berichtete). "Wenn wir heute Bundesanleihen für 30Jahre kaufen, gibt es 0,9Prozent Zinsen", so Rück. Bei der Investition in die neuen Wohnungen sei ein jährlich erwirtschafteter Zins von zweieinhalb Prozent real.

Das Areal, auf dem das frühere alternative Wohnprojekt war, ist bei einem Ausschreibungsverfahren der Stadt Neuruppin ersteigert worden. Der Flächenkauf wurde ergänzt mit dem Erwerb eines Privatgrundstücks an der Bebelstraße. Dadurch können die bei einem Architektur-Wettbewerb ausgearbeiteten Pläne, die von den Büros Artus aus Berlin und Thelen aus Netzeband stammen, nun verwirklicht werden.

Das jetzige Eck-Gebäude des Mittendrins soll eingebunden werden, so René Fröhlich von der Sparkasse. Der Teil längs der Schinkelstraße kann abgerissen und durch einen kompletten Neubau ersetzt werden. "Es handelt sich dabei nur um einen Anbau", so Fröhlich. Das Haupthaus längst der Bebelstraße muss aber stehen bleiben und wird, komplett saniert, in das Ensemble integriert. Auf der Straßenseite gegenüber diesem Haupthaus - dort gibt es derzeit einen eingefriedeten Parkplatz - entsteht ein weiteres Wohngebäude sowie eine ebenerdige Garage.

Die Wohnungen sollen bis zu vier Zimmer haben und erschwinglich sein. "Uns war daran gelegen, dass dort bezahlbarer Wohnraum entsteht", so Landrat Ralf Reinhardt(SPD), der auch Chef des Sparkassen-Verwaltungsrats ist. Es sei unter anderem auch darum gegangen, den Medizinstudenten in der Stadt eine Chance zu geben, rasch eine Wohnung zu finden. Die Sparkasse ist Teilhaber dieser privaten Uni. "Aber wir haben mit einem durchschnittlichen Miet-Niveau auch junge Familien im Auge. Die Wohnraum-Situation ist derzeit knapp in Neuruppin", so Reinhardt.

Wenn die Gebäude bezugsfertig sind, haben die Mieter auf jeden Fall auch eine sanierte Straße vor der Haustür. Denn die Schinkelstraße soll ab diesem Sommer erneuert werden. Mit der Fertigstellung des Streckenabschnitts ist im nächsten Jahr zu rechnen - wenn die Sparkasse mit dem Bau ihrer Wohnungen beginnen will. Rück geht davon aus, dass es aber keine komplizierten Überschneidungen beider Baustellen geben sollte.

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