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Müllroser Handballerinnen gewinnen ein hart geführtes Verbandsligaspiel

Kampf mit Haken und Ösen

Ute Wagner / 14.11.2017, 05:05 Uhr
Müllrose (MOZ) Die Handballerinnen der HSG Schlaubetal-Odervorland haben sich in der Verbandsliga Süd beim Tabellendritten Chemie Guben mit 32:28 (18:17) durchgesetzt. Damit festigen die Gäste ihren fünften Platz.

Die Spielstätte des SV Chemie war schon immer ein heißes Pflaster für die Schlaubetaler Frauen. Denn nicht nur die ruppige Spielweise, sondern auch das fanatische Publikum in Guben bereiteten der Mannschaft schon im Vorfeld Kopfschmerzen. Premiere in der Frauenmannschaft der HSG hatte die A-Jugend-Torhüterin Marianne Schulz, die seit kurzem ein Doppelspielrecht besitzt.

Die ersten Minuten gestalteten sich recht ausgeglichen. Die HSG legte vor und Chemie zog nach. In der zehnten Minute gelang der HSG durch zwei Treffer von Luisa Lehmann und einem von Caroline Hallert verwandelten Siebenmeter einen Drei-Tore-Vorsprung zum 7:4.

Doch das dieses Spiel wieder sehr körperbetont werden würde, zeigte sich auch schon in den ersten zehn Minuten. Es gab vier Verwarnungen und fünf Siebenmeter. Die Folge war eine weitere Verschärfung der harten Gangart der Gastgeberinnen, speziell in der Abwehr mit zwei weiteren Siebenmetern für die HSG und einer Zeitstrafe gegen Guben. Das junge HSG-Team konnte jedoch trotz der sehr harten Spielweise der Gubenerinnen gut mithalten und suchte ständig spielerische Lösungen. Nach 15 Minuten erlangte die HSG sogar einen Vorsprung von vier Toren zum 12:8.

Bis zur 20. Minute kämpften sich die Gastgeber wieder heran (11:12) und erhöhten bis zur 27. Minute auf 15:13. Die HSG-Spielerinnen kämpften sich nach einer 17:15-Führung der Gastgeberinnen nicht nur heran, sondern gingen nach drei Treffern in Folge bis zur Halbzeit wieder mit 18:17 in Führung.

Resümee der ersten Halbzeit: 35 Tore, elf Siebenmeter, sechs Verwarnungen und drei Zeitstrafen. Beide Mannschaften starteten neu motiviert in die 2. Halbzeit und schenkten sich nichts. Bis zur 44. Minute ging es immer hin und her (18:18, 21:21, 23:23) und keine der Mannschaften konnte sich absetzen.

Das aber schürte mehr und mehr den Unmut der Gastgeberinnen und des heimischen Publikums. Es hagelte Ellenbogenhiebe, Gesichtsschläge, Umreißen und Sprünge direkt auf den Körper der HSG-Spielerinnen. Es gab keine HSG-Spielerin, die nichts abbekommen hatte. Trotz allem konnten sich die HSG-Frauen bis zur 53. Minute mit 29:27 langsam aber sicher in Führung werfen.

Danach ging es fast zwei Minuten hin und her, ehe Lea Sue Panzer in der 56. Minute das 30:27 gelang. In dieser Phase scheiterten die Gastgeberinnen mehrfach an der immer stärker werdenden HSG-Torhüterin Marianne Schulz. Sechs Sekunden vor dem Schlusspfiff erzielte Jasmin Henkelmann den letzten Treffer in dieser Partie zum 32:28-Auswärtssieg des Außenseiters.

HSG-Trainerin Ute Wagner: "Es war wirklich keine schöne Begegnung, von Spiel möchte ich gar nicht reden. Ich hoffe, die Wunden meiner Spielerinnen heilen schnell und die Nerven des Trainerstabes sowie der mitgereisten Zuschauer beruhigen sich wieder. Ich hoffe, dass der Schock über das Erlebte von unseren beiden A-Jugend-Spielerinnen Jenny Hale und Marianne Schulz schnell verkraftet wird."

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