Danewitz (moz) „So ab 10 Uhr ging’s hier richtig zur Sache, die haben Kuchen gekauft ohne Ende.“ Detlef Matzke und Frau Dagmar hatten auf dem traditionellen Danewitzer Backofenfest wahrlich alle Hände voll zu tun. Im Nu war der Vormittag rum und die Leute saßen zur Kaffeezeit auf dem Festplatz und warteten – auf die nächsten Blechkuchen. Etwa 35 Bleche voll mit leckerem Obst- und Zuckerkuchen sowie Bienenstich hatten die beiden Mitglieder des Backofenvereins allein im Vereinsbackofen auf dem Festplatz zu backen gehabt. Als es dort gegen Mittag auch zu „Brotknappheit“ kam, wanderten die Besucher, die in diesem Jahr so reichlich wie in kaum einem anderen Jahr gekommen waren, zu den anderen Backöfen.
Am Feldsteinbackofen von Bernd Klockow standen die Leute an, bald reichten die Tüten zum Einpacken nicht mehr. Auch die anderen Backöfen entlang der Dorfstraße waren dicht umlagert und man kam schnell ins Gespräch. Die Feldsteinöfen sind alle um das Jahr 1850 herum entstanden.
Unter den Besuchern war auch Frank Scholz. Obwohl er vor acht Jahren nach Österreich übergesiedelt war, zieht’s ihn im Urlaub immer wieder heim nach Danewitz und zum Backofenfest. Seit drei Jahren sind Dagmar und Detlef Matzke im Backofenverein. „Es macht uns Spaß, den Zusammenhalt hier im Dorf und so eine schöne alte Tradition zu bewahren“, geben sie an schoben die Kuchen dann ganz fix in den Ofen.
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