Biesenthal (moz) Mit dem Natura Trail durch das Biesenthaler Becken gibt es insgesamt acht derartige Wanderwege in Brandenburg, wobei zum Teil zwischen mehreren Routen gewählt werden kann. Zwei gibt es durch das Biesenthaler Becken. Über drei Jahre haben sich die beiden Ortsgruppen der Naturfreunde „Hellmühle“ um Ingrid Klose und Gerda Schmidt sowie „Biesenthal“ um Heinz Stephan, Konrad Klebert und Roland Schossig mit der naturkundlichen Recherche und Präsentation befasst.
Neben dem ansprechenden und kenntnisreichen Flyer informieren drei große Informationstafeln die Wanderer über die Besonderheiten der beiden Routen. Die Arbeit der Naturfreunde wurde auch vom Landesumweltministerium und der Barnimer Sparkasse unterstützt.
Eingebunden ist dieses Vorhaben in das übergeordnete EU-Projekt Natura 2000. Es soll ein Netzwerk von Schutzgebieten ausbilden, in denen die Kriterien der Flora-Fauna-Habitate (FHH-Gebiete) und die Vogelschutzrichtlinie gelten. Es soll so dem Erhalt aller wild lebenden Tiere und Pflanzen und der natürlichen Lebensräume dienen.
Der neu ausgewiesene Wanderweg „wird zur Popularität Biesenthals beitragen“, ist sich Bürgermeister André Stahl gewiss. Und dass die Route vom Biesenthaler Markt zum Hellsee auch mit dem Kinderwagen bewältigt werden kann, bewies er selbst.
Der Landesvorsitzende der Naturfreunde stimmt dem zu. Natura Trails werden international von den Naturfreunden ausgewiesen, so Rüdiger Herzog. Die Wege seien somit wie eine Marke bekannt. Besonders viele gebe es zum Beispiel in Österreich und in der Schweiz. So liegt es nahe, dass sich Besucher aus diesen und anderen Regionen an der Ausweisung orientieren.
Begründet wird die Anerkennung als Natura Trail durch die biologische Artenvielfalt auf engstem Raum, die das Biesenthaler Becken zu bieten hat. Besondere Orchideenarten, Wasserpflanzen und Pflanzen, die auf nährstoffarmen Standorten gedeihen, gehören dazu. Ökologisch wertvoll sind die von Biber und Fischotter bewohnten Fließgewässer und Vogelarten vom Wiedehopf, dem Eisvogel bis zur Rohrdommel, die wegen ihres unheimlichen Brüllens im März und April auch Moorochse genannt wird. Durch die Trockenlegung der Niedermoore im Biesenthaler Becken ging auch die Artenvielfalt zurück. Ein „Wiedervernässungsprojekt“ mit der Bildung von Mooren soll im Laufe von Jahrzehnten diesen Prozess rückgängig machen.
Das Biesenthaler Becken sei eine „traumhafte Landschaft, ein Kleinod“, sagt die Biesenthalerin Birgit Heidrich. Dass künftig vielleicht mehr Menschen den Wanderweg nutzen, findet sie gut – unter einer Voraussetzung: „Man muss sich dann auch naturverbunden verhalten und wissen, dass man den Müll vom Picknick auch wieder mit nach Hause nehmen muss.“ Die geführten Wanderungen der Naturfreunde finden Anne-Gret und Rolf Bierling aus Biesenthal „super“. Man erfahre viel über die Natur und ihre Entwicklung. Und man lerne nicht nur die Umgebung, sondern auch andere Menschen kennen.
Route 1 ist ein Rundweg vom Biesenthaler Markt durch das Biesenthaler Becken zurück zum Markt (fünf Kilometer). Route zwei führt vom Markt Biesenthal nach Lanke (acht Kilometer).
Weitere Infos zu den Natura Trails unter www.naturatrials-brandenburg.de und www.naturfreunde-brandenburg.de
Inzwischen ist es fast eine Woche her, dass die letzten Nerds abgereist sind. Beim Gastgeber des Chaos Communication Camp aber ist der Funke nachhaltig... mehr
Schorfheider Vereine können auch in Zukunft auf Zuschüsse von ihrer Gemeinde hoffen. Der Sozialausschuss bereitet derzeit Förderrichtlinien vor. ... mehr
Einen musikalischen Genuss präsentiert das Salonorchester des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde am Freitag, 2. September, um 18 Uhr in der... mehr
Leistungsfähige, schnelle Internet-Leitungen werden heutzutage auch für die kleinste und entlegenste Gemeinde gefordert. Für immer mehr Gewerbebetriebe sind derartige Leitungen die Grundlage der wirtschaftlichen Existenz. So kümmern sich auch die... mehr
