Ruhlsdorf (moz) Die Sieger aus dem Vorjahr, Breydin und Trampe, konnten ihren Titel auch auf dem 16. Amtsfeuerwehrtag der Wehren des Amtes Biesenthal-Barnim verteidigen. Feuerwehrmänner und -frauen gerieten unter der sengenden Mittagshitze beim Löschangriff trotz des vielen Wassers ins Schwitzen.
Unfreiwillige Abkühlung: Ein Rüdnitzer Feuerwehr-Mitglied machte hier nicht ganz aus eigenen Stücken Bekanntschaft mit dem kühlen Nass, was bei den Temperaturen in Ruhlsdorf aber eher eine angenehme Erfahrung war.Foto: Kristin Görlitz
Auch drei polnische Partnerfeuerwehren traten an beim Amtsfeuerwehrtag. Sie nahmen jedoch außer Konkurrenz teil.
Die Wiese am Ruhlsdorfer Spatenweg ist trocken. Viel Sand wird aufgewirbelt, wenn die großen Feuerwehrautos nacheinander auf das Gelände rumpeln. Auf dem Dach eines parkenden Löschfahrzeugs döst bereits ein müder Feuerwehrmann in der Mittagssonne. In Sichtweite werden Kinder auf Ruhlsdorfer Fjordpferden durch das Gelände geführt. Der Autoscooterbetreiber spielt die WM-Hymne „Wavin‘ Flag“. Ob Deutschland sich am Sonntag durchs Achtelfinale rettet, wird hier kaum diskutiert. Vorerst gilt es, den Sieger im Löschangriff zu ermitteln – schließlich sind die Ersten des Vorjahres in Bestform.
Beim Löschangriff der Jugendgruppen verhindert ein Druckminderer, dass das Wasser mit der üblichen Stärke durch den Schlauch gepumpt wird. Normalerweise gehen bei einer Löschangriffübung bis zu 800 Liter Wasser pro Minute durch den Schlauch. Zwei Feuerwehrleute müssen diesem Druck gemeinsam standhalten.
19 Männer- und Frauenmannschaften wetteiferten am Sonnabend darum, wer in dieser Übung wohl am schnellsten die zwei Zielvorrichtungen treffen würde.
Mit einer sensationellen Zeit von 26,67 Sekunden gewann bei den Männern das Team Trampe II. Tempelfelde folgte mit 31,38 Sekunden auf dem zweiten Rang. Das bisher immer im Mittelfeld liegende Schönholz konnte in diesem Jahr den dritten Platz bei den Männern belegen.
Bei den Frauen gewann im Löschangriff das Team aus Breydin. Melchow und Grüntal folgten auf dem zweiten und dritten Platz. Amtsjugendwartin Iris Fiebig trat sogar zweimal, sowohl für die zweit- als auch für die drittplatzierte Mannschaft an. Auf einem Feuerwehrball in der Nacht zum Sonntag wurden die Sieger mit Urkunden geehrt.
Die Frage nach dem Nachwachsen der Mannschaften beschäftigt viele der am Sonnabend anwesenden Wehren. Am schlimmsten sei es derzeit um die Jugendfeuerwehr in Trampe bestellt, beklagt Iris Fiebig. Dort sind derzeit nur drei Jugendliche in der Feuerwehr. Das reicht nicht für eine Aufstellung bei Wettkämpfen. „Ansonsten sind alle Jugendfeuerwehren, die hier, antreten sehr fit. Theoretisch könnte jeder siegen, aber es ist natürlich auch immer etwas Glück gefragt“, gibt die Jugendwartin zu Bedenken.
In der Altersklasse zwischen zehn und 14 gewann in diesem Jahr bei den Mädchen das Team aus Biesenthal. In derselben Altersklasse holten auch die Jungs aus Biesenthal den ersten Platz.
Bei den Jungs im Alter zwischen 15 und 18 Jahren ging das Team aus Tempelfelde als Sieger hervor.
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