Biesenthal (moz) „Vor fünf Jahren prophezeiten uns die Statiker, dass eine Sperrung drohe, wenn nicht bald etwas geschehe“, eröffnet Pfarrer Christoph Brust den Festgottesdienst am Sonntag. In den vergangenen drei Jahren wurden 790 000 Euro in die umfangreichen Sanierungsarbeiten der Biesenthaler Evangelischen Kirche investiert. Am Sonntag feierte die evangelische Gemeinde den Abschluss der Sanierungsarbeiten und dankte allen Helfern und Spendern.
Gut besucht: Mit einem Festgottesdienst wurde die sanierte Kirche in Biesenthal am vergangenen Sonntag eröffnet.Foto: Kristin Görlitz
Dank der kompletten Dachneueindeckung und der vollständigen Überarbeitung der Fassade fügt sich die Kirche nun elegant in den denkmalgerecht sanierten Stadtkern Biesenthals ein.
Die farbliche Gestaltung der Fassade orientiert sich an restauratorischen Befunden aus der Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts.
1858 erhielt die Kirche mit dem Bau des Kirchturms ihr heutiges Erscheinungsbild. Die ursprüngliche spätromanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert brannte 1756 bis auf die Grundmauern nieder.
Die dreijährigen Sanierungsarbeiten gehen als jüngster Meilenstein in die Geschichte des Bauwerkes ein. Bei umfangreichen Zimmerarbeiten wurden der Dachstuhl und die Deckenbalken im Kirchenschiff und im Chor von Schwamm befreit und instand gesetzt. Die holztechnische Instandsetzung der Turmspitze war ebenso notwendig, wie umfangreiche Maurerarbeiten im Bereich des barocken Gesimses.
Fenster und Türen erhielten einen Neuanstrich, die Wege zur Kirche wurden gepflastert und die Außenanlagen durch Bepflanzungen ergänzt. Auch der Innenraum erhielt einen kompletten Neuanstrich.
Abschließend investierte man in die Erneuerung der Elektro- und Mikrofonanlage. Ausschließlich durch Spenden finanziert, konnte im Turm eine neue Funkuhr installiert werden.
Die Gesamtbaukosten wurden durch Mittel des Landkreises Barnim, der Städtebauförderung, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler, des Evangelischen Kirchenkreises Barnim sowie durch Spenden und Eigenmittel der Evangelischen Gemeinde Biesenthal getragen.
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