Markendorf (moz) Das Frankfurter Klinikum in Markendorf steht vor Umstrukturierungen, durch die 22 Mitarbeiter betroffen sein werden. Für einige davon sollen die Stellen ganz wegfallen. Betriebsrat und Geschäftsführung haben in den vergangenen Tagen Gespräche dazu geführt.
Der Betriebsrat ist von der Geschäftsführung darüber informiert worden, dass die Maßnahmen sowohl Versetzungen von Mitarbeitern in andere Bereiche, aber auch betriebsbedingte Kündigungen zum Jahresende be- inhalten. Weitere Informationen, etwa zu notwendigen organisatorischen Veränderungen, seien von der Geschäftsführung angekündigt worden.
Begründet werden die Veränderungen mit der Notwendigkeit einer innerbetrieblichen Umorganisation von Aufgaben, der zukünftigen Fremdvergabe von Leistungen sowie zur Einhaltung der bestehenden Personalvorgaben. Der Betriebsrat hat unter anderem Vereinbarungen zu einer Altersteilzeit als Instrument einer einvernehmlichen Personalreduzierung vorgeschlagen. So etwas wird jedoch von der Geschäftsführung abgelehnt. Bei den Kündigungen, so eine Forderung des Betriebsrates, sollen soziale Kriterien Berücksichtigung finden – für einen Sozialplan ist die Zahl der Betroffenen zu gering. Eine Vereinbarung dazu mit dem Arbeitgeber gibt es aber nicht.
Fest steht für den Betriebsrat, dass durch die Umstrukturierungen keine zusätzlichen Überstunden entstehen dürfen. Denn schon jetzt ist es so, dass viele Kollegen durch zunehmende Arbeitsverdichtung keine Ressourcen für zusätzliche Aufgaben mehr haben. Leider, so Betriebsratsvorsitzender Stefan Härtel, sehe das die Geschäftsführung derzeit anders. Klar sei aber, dass die Beschäftigten durch ihre hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft eine moderne Therapie und Pflege im Interesse der Patienten weiter sichern werden. Der Betriebsrat sieht es als seine Aufgabe an, den Arbeitgeber in gemeinsamen Gesprächen zu bewegen, für diese Leistungen auch die entsprechenden Rahmenbedingungen zu erhalten.
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