Bernau (moz) Wenn das Thermometer, wie in den Dachetagen der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim durchgängig 33 bis 35 Grad Celsius anzeigt, kann der Kreislauf schlappmachen. Daher können die Mitarbeiter jetzt schon um 6 Uhr mit der Arbeit beginnen. „Die Anregung kam aus der Kollegenschaft, und der Personalrat hat das gern befürwortet“, erzählt Amtsdirektor Hans-Ulrich Kühne.
Den Bürgern würden daraus keine Nachteile erwachsen. „Die Sprechstunden bleiben selbstverständlich so wie bisher“, versichert der Verwaltungschef. „Das wird in den einzelnen Abteilungen entsprechend abgestimmt.“ Allerdings ergebe sich mit dem früheren Arbeitsbeginn die Möglichkeit, dass Bürger, sofern ihnen das besser passe, nach Absprache auch schon in der Frühe etwas im Amt erledigen könnten, ergänzt er.
Im Bernauer Rathaus ist es seit Jahren gang und gäbe, dass die Mitarbeiter, wenn sie wollen, in den Sommermonaten eine halbe Stunde früher beginnen können. „Wir haben Gleitzeit. Die beginnt normalerweise um 7 Uhr, vom 1. Juni bis zum 31. August aber um 6.30 Uhr“, erklärt Rathaussprecherin Cornelia Fülling. Auch die Kernarbeitszeit sei teilweise eine andere. Freitags beispielsweise könne man im Sommer um 12 Uhr Schluss machen. „Von den Mitarbeitern wird das gerne in Anspruch genommen“, weiß sie.
Auch in Panketal geht es im Juli und August früher los, allerdings nur an den Tagen, an denen es keine langen Sprechzeiten gibt, also montags, mittwochs und freitags. Auch hier kann, wer möchte, bereits um 6 Uhr anfangen. „Diesen Montag hat man es im Haus spürbar gemerkt, dass viele früher beginnen“, sagt Svetlana Graf, die die Innere Verwaltung leitet.
In Wandlitz beginnt die Gleitzeit ohnehin immer um 6.30 Uhr. Mit Ausnahme der Dienstage können die, die so früh anfangen, also um 14.30 Uhr das Rathaus verlassen. „Ich halte das für angemessen“, sagt Bürgermeister Udo Tiepelmann. Und auch die Gemeindeverwaltung von Ahrensfelde arbeitet nach einem ähnlichen Zeitprinzip. Am Berliner Rand ist frühester Arbeitsbeginn um 6.30 Uhr. „Die meisten kommen aber so gegen 8 Uhr“, sagt Hans-Joachim Schulz, zuständig für den Bereich Zentrale Dienste.
Keine Notwendigkeit, die Arbeitszeiten während einer solchen Hitzewelle wie jetzt zu ändern, sieht indes Werneuchens Bürgermeister Burkhard Horn. „75 Prozent der Büros sind nach Norden raus. Alle haben Ventilatoren. Da ist es recht angenehm“, glaubt er. „Die wollen doch alle immer Sommer. Jetzt sollen sie ihn auch haben“, bemerkt er noch.
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