Donnerstag, 2. September 2010

Frankfurt
heiter bis wolkig
12°C/16°C

Sabine Rakitin 16.06.2010 06:19 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

lokales/artikel-ansicht/dg/0/

Ein lebens- und liebenswertes Bernau für Senioren

Bernau (moz) „Sozial gesichert, aktiv leben – für alle Generationen“ ist das Motto der diesjährigen Brandenburgischen Seniorenwoche. Doch wie aktiv kann man in Bernau tatsächlich sein? Welche Lebensbedingungen bietet die Hussitenstadt insbesondere für die ältere Generation? Diese Fragen diskutierten gestern Vertreter von Vereinen und Verbänden wie der Arbeiterwohlfahrt, der Volkssolidarität und des Kulturbundes beim traditionellen Rathausgespräch, zu der der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates, Joachim Klein, eingeladen hatte.

  Zufrieden mit und in ihrer Stadt: Eva Kosewsky, Karl-Heinz und Irene Reck (v.l.n.r.) gehören zur älteren Generation und fühlen sich in Bernau wohl.Foto: MOZ/Sergej Scheibe © MOZ/Sergej Scheibe

Rund 20 Prozent der Einwohner Bernaus sind im Rentenalter. Und es werden immer mehr. Wurden im Jahr 2000 noch 4563 Frauen und Männer über 65 Jahre gezählt, so wird sich ihre Zahl bis 2030 mit rund 12 500 nahezu verdreifacht haben – „bei relativ gleichbleibender Gesamtbevölkerung“, führte Vize-Bürgermeister Eckhard Illge aus. „Gerade aus dieser Altersgruppe haben wir einen relativ hohen Zuzug“, stellte er fest. Viele Ältere würden ihren Kindern und Enkelkindern nämlich hinterher ziehen.

An die Stadt stellt das besondere Anforderungen. Bereits vor acht Jahren hat sie sich zum Ziel gesetzt, eines Tages barrierefrei zu werden. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft investierte Millionen von Euro in den altengerechten Umbau ihrer Quartiere. Mehr als 550 Wohnungen sind mittlerweile barrierefrei – 13 Prozent des Gesamtbestandes der Wobau. Weitere 68 Wohnungen in der Hermann-Duncker-Straße und im Neptunring in Bernau-Süd sollen noch in diesem Jahr umgebaut werden. „Auf der Strecke des Wohnens haben wir eine gute Entwicklung“, stellte Joachim Klein anerkennend fest.

Doch auch sonst sei Bernau lebens- und liebenswert für Senioren, glaubt er. „Es hat sich in den vergangenen Jahren viel in der Stadt getan“, so der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates. Was nicht bedeutet, dass es nicht noch einiges gebe, was für die ältere Generation getan werden könnte. Probleme der Senioren, die ihre Vertreter beim Rathausgespräch benannten, sind Radfahrer, die in der Innenstadt auf Fußwegen fahren, marode Fußwege, die eine Gefahr für die Sicherheit älterer Fußgänger darstellen, fehlende Bänke an Bushaltestellen und der Wegfall von Behindertenparkplätzen in der Brauer- sowie der Berliner Straße.



Regionalnavigator

Angermünde Bad Freienwalde Beeskow Bernau Eberswalde Eisenhüttenstadt Frankfurt (Oder) Fürstenwalde Schwedt/Oder Seelow Strausberg

Ort, PLZ oder Redaktion

Bitte aktivieren Sie Javascript in Ihrem Web-Browser

Meist kommentierte Artikel

29.08.2010 18:46 Nachrichten

Sarrazin legt nach

15.06.10 20:15 LR Fürstenwalde

Beim 4. Kind soll ein Tragetuch genügen

23.07.10 08:01 LR Frankfurt (Oder)

Polen kaufen gern in Frankfurt ein

05.07.10 19:27 Berlin/Brandenburg

Frankfurt verliert Polizeipräsidium

19.04.10 21:06 LR Uckermark

„Korfu“ in Schutt und Asche

© 2009 moz.de Märkisches Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG
...