Schernsdorf (moz) Er kann gut singen, aber er muss auch schlank, sportlich und kräftig sein – der Darsteller, der bei Oper in der Scheune in der Ragower Mühle den Don Giovanni mimen wird. 23 junge Sänger nehmen an dem Workshop teil, der Bestandteil von Oper Oder-Spree ist. Regisseur Nico Trees, der unter anderem bereits in Wien, Linz und München gearbeitet hat, hat für die Rolle des Don Giovanni Pavle Zarkov ausgesucht.
Gekonnt: Don Giovanni, gespielt von Pavle Zarkov, trägt seine angebetete Zerlina (Silke Kunz). Gemeinsam singen sie „Reich mir die Hand, mein Leben“.
Den 23-jährigen Serben erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe – er muss sich auf seine Liedtexte konzentrieren, dabei auf die Tische springen, dort gekonnt balancieren, mit einem Satz wieder auf den Fußboden kommen, die angebetete Zerlina kraftvoll umarmen, sie hochheben und liebevoll auf einen Tisch legen. Und dabei darf er die ganze Zeit eines nicht vergessen, nämlich weiterzusingen. So bezaubert er in der Mozart-Oper auch die schöne Zerlina, gespielt von Silke Kunz. Gemeinsam stimmen sie das Duett „Là ci darem la mano“ („Reich mir die Hand, mein Leben“) an. Er fühle sich den musikalischen und sportlichen Herausforderungen gewachsen, versicherte Pavle Zarkov. Die Inszenierung werde sicher ein Erfolg, zumal man mit Nico Trees einen sehr guten Regisseur habe.
Dabei soll der Abend, so sieht das Konzept des Regisseurs vor, nachdenklich-traurig beginnen. Zur Eröffnung erklingt der Gefangenenchor aus Verdis Nabucco. Denn die Abende seien angelegt als Hommage an die jüngst verstorbenen Opernsänger Cesare Siepi (10. Februar 1923 – 5. Juli 2010) und Giulietta Simionato (12. Mai 1910 – 5. Mai 2010).
Nach dem düsteren Auftakt wird sich das knapp zweistündige Programm, das aus 22 Liedern besteht, aufhellen, fröhlicher und bunter werden. Es endet schließlich, so Nico Trees, mit der Stimmung einer „großen Spagetti-Party“. So erklingt zum Abschluss das berühmte Trinklied aus Verdis La Traviata. Das schwungvolle Lied wird sonst üblicherweise zu Beginn eines Konzerts angestimmt, da es die Zuschauer doch sehr aufwühlt und es einige Zeit braucht, bis sich die Gefühle beruhigt haben. Wer aber diese Melodie aus La Traviata, die alle in Sekt-Stimmung versetzt, als letztes Lied aussucht, darf sich auch nicht wundern, wenn die Zuhörer nachhaltig Zugaben fordern werden.
Oper in der Scheune, Ragower Mühle, Premiere morgen um 20 Uhr. Weitere Aufführungen am 30. und 31. Juli sowie am 1. August, jeweils um 20 Uhr. Die Eintrittskarte kostet 20 Euro, ermäßigt 18 Euro. Karten sind für alle Aufführungen vorhanden. Tickethotline 01805 012300.
Mitglieder des Angelvereins Sero haben am Wochenende in einem ehrenamtlichen Arbeitseinsatz das Ufer des Schervenzsees gesäubert. „ Wir betreuen den... mehr
„ Lieber Solarparks? als Windkraftanlage “ Was ist denn nun Gleichstrom, was ist Wechselstrom? Wenn Christoph Heilig von der Firma Wirsol beim Tag... mehr
Die Gemeindevertretung hat sich während ihrer jüngsten Sitzung in einer einstimmig angenommenen Erklärung klar gegen den Bau einer Brücke über die... mehr
Leistungsfähige, schnelle Internet-Leitungen werden heutzutage auch für die kleinste und entlegenste Gemeinde gefordert. Für immer mehr Gewerbebetriebe sind derartige Leitungen die Grundlage der wirtschaftlichen Existenz. So kümmern sich auch die... mehr
