Strausberg (moz) 34 Paten kümmern sich derzeit im Landkreis Märkisch-Oderland im Rahmen des „Netzwerks Gesunde Kinder“ in 56 Familien um Kleinkinder. Das Netzwerk ist im Dezember 2008 im Landkreis gestartet worden. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, sagt Birgit Triebel, die das Netzwerk aus Hebammen, Kinderärzten, Gynäkologen, Schwangerenberatungsstellen, Krankenhäuser, Landkreis und weiteren Partnern koordiniert. Die MOZ war dabei, als Patin Regina Gräber wieder einmal eine junge Familie im Wohngebiet Hegermühle besuchte.
Entspanntes Miteinander: Patin Regina Gräber ist da, wenn die Eltern Claudia Berendt und Ricardo Neumann sie brauchen. Auch Söhnchen Cody Nicklas fühlt sich bei ihr wohl.
Mein Mann fragte, ob ich noch nicht genug um die Ohren habe, aber ich wollte nützlich sein.“ Die eigenen Kinder seien längst aus dem Haus und der Enkel weit weg in Göttingen. Regina Gräber, Leiterin der AWO-Kita Sonnenschein, hat den kleinen Cody Nicklas auf dem Arm, als sie über ihren Start als Patin berichtet. Dass das Netzwerk Paten sucht, habe sie aus der MOZ erfahren. Sie hat sich dann bei Koordinatorin Birgit Triebel gemeldet und mit 18 anderen Interessenten an einer dreimonatigen Schulung teilgenommen.
Eines Tages klingelte bei ihr wirklich das Telefon. Claudia Berendt hatte über eine Psychologin von dem Angebot mit den Paten erfahren. „Wir hatten gleich einen guten Draht“, erinnert sich der 22-jährige Ricardo Neumann an die erste Begegnung mit der Patin. „Es war sehr nett“, pflichtet ihm seine Freundin bei. Auch Regina Gräber sieht das so.
Die Netzwerk-Vorgabe sieht in den ersten drei Lebensjahren des Kindes insgesamt zehn Paten-Besuche vor. „Die haben wir ja schon längst hinter uns“, erzählt Regina Gräber. Erst vergangene Woche habe sie reingeschaut. „Das hilft sehr“, sagen die Eltern, die auch sonst für Anregungen dankbar sind. Im Bedarfsfall helfe sie, sagt die Patin, wobei sie auch klarstellt: „Ich bin kein Kontrollorgan und rede nicht rein.“
Potenzielle Paten und interessierte Familien können sich an die Koordinatorin Birgit Triebel im Verwaltungsgebäude, Hegermühlenstraße, wenden. Sprechstunden sind montags und donnerstags, 9 bis 13 Uhr. Kontakt: Tel. 03341 271140.
(Mehr in der Printausgabe der MOZ vom 29. Juli 2010)

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