Bernau (moz) Mit der Sanierung von Schloss Börnicke sollen Gebäude und Gelände zugleich Ort für viele verschiedene Veranstaltungen werden. Ausstellungen, Moonlight- und andere beliebte Konzerte, internationale Künstlertreffen und vieles mehr finden dort, von unterschiedlichen Veranstaltern angeboten, bereits statt. An den Wochenenden kommen zudem je nach Wetterlage einige hundert Ausflügler vor allem aus Berlin, um die einst im Auftrag des Berliner Bankiers Paul Robert Ernst von Mendelssohn-Bartholdy erbaute großzügige Schlossanlage mit Gutshof zu besichtigen. Erklärtes Ziel von Uwe Hamann vom Förderverein Schloss und Gutshof Börnicke ist es, mit vielen Veranstaltungen vielen Menschen die Anlage zugänglich zu machen.
Gut besucht: Oldtimer – hier bei einer früheren Ausstellung auf dem Börnicker Schlossgelände – ziehen zahlreiche Besucher an. Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Ein wichtiger Baustein sind die Bestrebungen, das Brandenburgische Automobilmuseum dort zu etablieren. Ausstellungen und Veranstaltungen mit Oldtimern gab es bereits. Zu dem Museum würde eine Fortbildungsstätte „zur Sanierung von automobilen Kulturguts“ ergänzen.
Die Idee sei „schön“, sagt Andreas Rohde. Die Dekra Akademie habe auch ihr Interesse bekundet. Dennoch bremst er überzogene Erwartungen: „Es sind noch viele Hausaufgaben zu erledigen.“ Die Dekra sei zunächst nicht davon ausgegangen, dass sie sogar Projektträger sein solle. Jetzt stehen noch Gespräche mit Institutionen und Verbänden bevor, insbesondere mit der Kreishandwerkerschaft und der Handwerkskammer Frankfurt (Oder), die sich vielleicht auch einbringen möchten. Kontakt zur Bundesagentur für Arbeit und dem Bernauer Bürgermeister Hubert Handke besteht. So wurde auch seitens der Stadt im Hauptausschuss öffentlich über das Vorhaben informiert. Handke wies auf die vorhandene Ausbildungsstätte der Kfz-Innung in Bernau-Waldfrieden hin.
Ziel sei es, so Rohde, ein Fortbildungsangebot für Mitarbeiter zu entwickeln, die Interesse an Oldtimern haben. Die Sanierung von Oldtimern stelle kein eigenständiges Berufsbild dar. Es gebe auch keine arbeitsmarktrelevanten Daten, die konkrete Aussagen über den Bedarf zuließen. Er gehe von maximal 16 Fortbildungsplätzen aus, die einzelne Berufsfelder berücksichtigten. Lackiererei oder Sattlerei seien dabei nicht vertreten. Diese Arbeiten würden außer Haus vergeben werden. Ob das Vorhaben an Fahrt gewinnt und aus der Idee tatsächlich ein Projekt wird, das wird sich nach Angaben von Rohde erst in den nächsten Wochen entscheiden.
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