Biesenthal (moz) Mit der Festlegung des Wasserschutzgebietes für das Wasserwerk am Bunkerobjekt 5005 geht es für Biesenthal nicht nur um das lebensspendende Nass. Es bedeutet auch einen Eingriff beziehungsweise Einschränkungen für liebgewordene Veranstaltungen beziehungsweise die geplante Entwicklung in diesem Areal. Am 20. August musste die Stadt dazu ihre Stellungnahme abgegeben.
Äußerst kontrovers wurden die Folgen der Festsetzung eines Wasserschutzgebietes in der Sitzung der Stadtverordneten diskutiert. Die fragliche Fläche beginnt hinter dem ehemaligen Bunkerobjekt zwischen Biesenthal und Sophienstädt und reicht bis zur Lanker Straße. Darin eingeschlossen die Biesenthaler Wukuhlen. Die sind traditionell Austragungsort für nicht unbedingt ökologisch anzusehende Veranstaltungen, wie das in der Vergangenheit mehrfach abgehaltene Harley-Davidson-Treffen, bei dem naturgemäß die Maschinen im Mittelpunkt standen, deren Lebenselixiere Motoröl, Diesel oder Benzin sind. Dazu kommen seit 40 Jahren Motorsportveranstaltung des MC Klosterfelde, zumeist im Mai eines jeden Jahres. Letztere sollten beibehalten werden können, so Bürgermeister André Stahl. Aber auch Großveranstaltungen, wie Kiss my Rock und dergleichen mehr, die in aller Regel in der Wukuhlen angesiedelt waren, müssten noch möglich sein, meinte der Bauausschussvorsitzende Andreas Jahn. Fraglich erscheint in diesem Gebiet auch die beabsichtigte Entwicklung um den kleinen Wukensee sowie die Umsetzung von Bebauungsplänen auf dem Gelände ehemaliger Ferienlager in diesem Bereich, gab Karl-Heinz Neu aus der SPD-Fraktion zu bedenken.
Die Mehrheit der Stadtverordneten war sich einig, dass die mit dem Flächennutzungsplan festgelegten Vorhaben nicht beeinträchtigt werden dürften. Genauso sollten die motorsportlichen Veranstaltungen nicht grundsätzlich verboten werden – möglicherweise unter Beachtung bestimmter Auflagen.
Demgegenüber hat der Vorsitzende der SPD-Fraktion Wolfgang Berg mehr Konsequenz beim Schutz der lebenswichtigen Ressourcen gefordert. Darin war er sich mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins Hans-Georg Wieser, der sich in der Bürgerfrage stunde gemeldet hatte, einig. Berg erinnerte daran, dass mehrere 100 000 Euro in das bisherige Biesenthaler Wasserwerk unweit der Plottkeallee gesteckt worden seien, dies aber auf Grund der Belastung des Wassers mit Chemikalien nun nicht mehr genutzt werden kann. „Ein Liter Öl kann ein Million Liter Wasser verderben“, mahnte er. 2008 war am genannten Wasserwerk eine Belastung mit 1,2 Dichlorethan gefunden worden. Die Chemikalie ist ein hochgiftiger Stoff, der nach Auskunft von Experten krebserregende und das Erbgut verändernde Wirkungen hat. Woher die Belastung stammte, konnte damals nicht eindeutig geklärt werden.
Doch die Verschmutzung des Wassers in dem Bereich lasse sich nicht mit dem aktuell diskutierten Wasserschutzgebiet vergleichen, hieß es. Die Verwaltung wurde beauftragt, in der Stellungnahme die Interessen der Stadt, die insbesondere im Flächennutzungsplan verankert sind, zu berücksichtigen.
Inzwischen ist es fast eine Woche her, dass die letzten Nerds abgereist sind. Beim Gastgeber des Chaos Communication Camp aber ist der Funke nachhaltig... mehr
Schorfheider Vereine können auch in Zukunft auf Zuschüsse von ihrer Gemeinde hoffen. Der Sozialausschuss bereitet derzeit Förderrichtlinien vor. ... mehr
Einen musikalischen Genuss präsentiert das Salonorchester des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde am Freitag, 2. September, um 18 Uhr in der... mehr
Leistungsfähige, schnelle Internet-Leitungen werden heutzutage auch für die kleinste und entlegenste Gemeinde gefordert. Für immer mehr Gewerbebetriebe sind derartige Leitungen die Grundlage der wirtschaftlichen Existenz. So kümmern sich auch die... mehr
