Falkenberg (moz) Steffi Waga hat sich in einem kleinen Eckgeschäft in Falkenberg ihren großen Traum erfüllt. Vor kurzem eröffnete sie dort ihre eigene Physiotherapie-Praxis „physio-fee“. Doch die junge Krugerin hat sich keineswegs blauäugig in das Abenteuer gestürzt.
Jetzt ist sie am Zug: Steffi Waga wollte immer ihre eigene Chefin sein. Nun behandelt sie in ihrem eigenen Laden in Falkenberg Kunden wie Ingrid Roesler.
Schon beim Betreten des Ladens an der Kreuzung in Falkenberg steigt der Geruch von Duftöl und Kräutern in die Nase der Kunden. Die in gelben und grünen Pastellfarben gehaltenen Wände machen Lust, näherzutreten. Viele Monate lang hat Steffi Waga hier alles vorbereitet, sich zusammen mit ihrer Familie Gedanken über Raumaufteilung, Farbgestaltung und Ausstattung gemacht. Anfang August war dann alles fertig. Für Steffi Waga war der große Tag gekommen: „Ich habe seit Jahren von einem eigenen Laden geträumt, indem ich selbst bestimmen kann, was passiert“, erzählt die 30-Jährige, die vorher sechs Jahre in einer Bernauer Praxis gearbeitet hat. Das Eckgeschäft in Falkenberg hatte sie schon immer im Auge. Nun, da es gerade leer stand, sei die Gelegenheit günstig gewesen.
Schon augenscheinlich war der Standort ideal.Schließlich gibt es in Falkenberg bisher keine Physiotherapie-Praxis, dafür aber viele potenzielle Kunden, die nicht bis nach Bad Freienwalde oder weiter fahren wollen. Doch Steffi Waga wollte sich nicht allein auf ihr Gefühl verlassen und wandte sich deshalb an den Berliner Verein Alpha Matrix, der Existenzgründer unterstützt und berät. „Wir haben dann zusammen eine Marktanalyse für den Standort erstellen lassen. Und die hat bestätigt, was wir uns dachten: Der Standort ist top“, verrät die Jungunternehmerin. Der Verein stellt ihr als Starthilfe außerdem einen Betriebswirt an die Seite, der ein Jahr lang einen Blick auf die Zahlen wirft und Tipps geben kann. Doch dass es sich nicht rechnen könnte, da hat Steffi Waga eigentlich wenig bedenken: Das Geschäft sei im ersten Monat sehr gut angelaufen, sie habe viele Selbstzahler, die sich eine Behandlung auch ohne Rezept gönnen.
Ihr Konzept umfasst nicht nur klassische Physiotherapie, wie sie vom Arzt verschrieben wird. Zusätzlich bietet sie den Kunden Elektrotherapie, verschiedene Massagen und Fußpflege an. Für letzteres hat sie vor Jahren eine zusätzliche Ausbildung zur Chiropodistin gemacht. „Das ist eine Qualifikation, die sich an die medizinische Fußpflege anlehnt“, erklärt sie.
Eines stört die Existenzgründerin in ihrer Praxis aber noch: „Ich möchte hier nicht alleine bleiben.“ Weil ihr das von Anfang an klar war, hat sie schon bei der Planung der Räume darauf geachtet, dass in der Praxis mehrere Leute arbeiten dürfen. „Ich bin es aus meiner vorherigen Praxis so gewohnt. Und so ganz allein ist das gerade manchmal etwas komisch“, sagt sie. Doch auch hier bleibt Steffi Waga vorsichtig: Zunächst wolle sie abwarten, wie sich das Geschäft im nächsten halben Jahr so entwickelt.
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