Angermünde (moz) Die Schüler des Einstein-Gymnasiums Angermünde nahmen am Projekt „Fahren und (Er)leben“ vom Schutzbereich Uckermark teil. In Gruppen eingeteilt, besuchten sie verschiedene Stationen, die über das richtige Verhalten im Straßenverkehr, Erste Hilfe sowie Alkohol und Drogen im Straßenverkehr aufklärten. Zum ersten Mal waren die Initiatoren nach Angermünde gekommen. Mit ihrem Konzept wollen sie besonders auf junge und unerfahrene Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren eingehen. Die Schüler waren vom Projekttag sichtlich begeistert.
Verkehrssicherheitstraining am Einstein-Gymnasium: Peter Görner vom Driving Center Groß Dölln erklärt den Gymnasiasten am Rettungssimulator, was in Gefahrensituationen zu beachten ist.
Für die Schüler der 11. bis 13. Klasse des Einstein Gymnasiums Angermünde stand am Dienstag nicht Deutsch oder Mathe auf dem Stundenplan. Sie waren an diesem Tag die Hauptdarsteller des Projektes „Fahren und (Er)leben“, eine Veranstaltung, die sich hauptsächlich an Jugendliche richtet und über das richtige Verhalten im Straßenverkehr aufklären will. An verschiedenen Stationen konnten die rund 180 Schüler Einblicke in verschiedene Bereiche der Fahrsicherheit erhalten.
Dabei ließen sich die Organisatoren ein umfangreiches Angebot einfallen. In einem Kurzfilm wurde gezeigt, wie ein Betroffener, der einen Unfall verursacht hat und einem Menschen dadurch das Leben nahm, mit den Folgen seines jugendlichen Leichtsinns weiterlebt.
Des Weiteren konnten sich die Schüler in ein Auto setzen, das auf den Kopf gedreht wurde, um eine Unfallsituation zu simulieren. Was hier mit einem Lachen in Erfahrung gebracht wurde, könnte in einer misslichen Situation sogar Leben retten.
Großen Spaß hatten die Schüler beim Projekt Drogen und Suchtverhalten. Hier konnten sie sich eine Brille aufsetzen und sehen, wie sich ihr Blickfeld unter Einfluss von Alkohol verändert.
Den Organisatoren und der Schulleiterin Kerstin Hainich-Doepner war es wichtig, dass grade unerfahrene Schüler, die ihren Führerschein noch nicht lange in den Händen halten, durch dieses Projekt zusätzlich für das Verhalten im Straßenverkehr sensibilisiert werden.
Sie möchte nicht irgendwann am Grab einer ihrer Schüler stehen müssen, sagte Kerstin Hainich-Doepner auf die Frage, warum es ihr so wichtig war, dieses Projekt nach Angermünde zu holen.
Der Leiter der Polizeiwache Angermünde, Polizeihauptkommissar Ingo Heese, betonte wie dringlich es sei, den jungen Menschen die Gefahren und Risiken im Straßenverkehr aufzuzeigen und dass durch einen solchen Projekttag ein engeres Verhältnis zwischen Polizei und Schüler entsteht. „Das macht es einfacher, in die Köpfe der jungen Leute zu kommen und Verständnis zu wecken“, meinte Ingo Heese.
Eine Unfallsituation simuliert selbst zu erleben, zeige besser als nur Argumente, wie es in einer Notsituation wirklich ist. Das habe auch den Vorteil, sich dann in einer misslichen Lage richtig verhalten zu können, statt in Panik zu verfallen.
Polizeioberrat Dagobert von Ahnen zeigte sich erfreut, seit 2005 einen Rückgang der Unfallquote der 18- bis 25-Jährigen Autofahrer zu verzeichnen. Dies sei ein Beleg dafür, dass die Bemühungen der Initiatoren auch Früchte tragen.
Partner des Projekts waren unter anderem der ADAC, die Johanniter Unfallhilfe, die Polizei, Fahrschule Klink, Dekra und das Driving Center Groß Dölln.
Die Einstein-Schüler waren begeistert und interessiert an jeder einzelnen Station bei der Sache.
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