Woltersdorf (moz) Die Woltersdorfer Feuerwehr stellt am 8. September ihr neues Tanklöschfahrzeug in Dienst. „In den vergangenen Tagen haben die Kameraden jeweils nach Feierabend mit dem Wagen geübt“, unterstreicht Wehrführer Ralph Utecht. 290 000 Euro investierte die Gemeinde, um Ersatz für ein Tanklöschfahrzeug Baujahr 1954 zu beschaffen.
Freuen sich über das neue Woltersdorfer Tanklöschfahrzeug: Horst Krienelke (r), stellvertretender Gemeindebrandmeister, und Wolfgang Höhn aus der Ehren- und Altersabteilung der Wehr.
Der neue Mercedes-Lastwagen, ein 18-Tonner mit dem Fahrgestell eines 20-Tonners, hat 5000 Liter Wasser und 410 Liter Schaummittel an Bord. Hinzu kommt ein Lichtmast auf dem Dach zum Ausleuchten von Einsatzstellen sowie das dazugehörige Notstromaggregat. Nicht zu vergessen ist die Selbstschutzanlage: Das ist ein Rohr unterhalb der Front-Stoßstange, mit dem vom Fahrzeug aus in vier Metern Breite der Boden besprüht werden kann. Das sei vor allem dafür gedacht, Bodenfeuer nicht ans Fahrzeug herankommen zu lassen, so Utecht.
„Eigentlich hat so ein Fahrzeug eine Bestellzeit von eineinhalb Jahren“, ergänzt der Wehrführer. Doch in diesem Fall seien nur vier Monate vergangen. „Das ist ein Vorführwagen, der ursprünglich für Rumänien vorgesehen war.“
Erst im vergangenen November hat die Woltersdorfer Wehr einen neuen Mercedes-Laster bekommen – einen sogenannten Gerätewagen Logistik. Der 13-Tonner hat eine Ladekapazität von 6,2 Tonnen und wird vor allem für große Einsätze gebraucht, wenn es gilt Massen von Schaum- oder Ölbindemitteln an die Einsatzstelle zu bringen. Das Fahrzeug hatte knapp 100 000 Euro gekostet und ersetzt mehrere Anhänger der Wehr.
Die zählt derzeit 45 Aktive, darunter sei nur ein Arbeitsloser, so Utecht. 344 Einsätze stehen für dieses Jahr bereits zu Buche, davon 169 der First Responder. 35 mal haben die Woltersdorfer außerorts geholfen. Jetzt ist das älteste der sechs Einsatzfahrzeuge ein IFA W 50, Baujahr 1983.
Das jetzt ausgemusterte Löschfahrzeug indessen, der Magirus Deutz mit Rundhaube, soll als Traditionsfahrzeug erhalten bleiben – „für die Generation nach uns“, sagt Utecht. Der Wagen stamme aus der Woltersdorfer Partnergemeinde Unterlüß in Niedersachsen. „Den haben wir 1992/93 dort abgeholt“. Nun hat der rote Oldtimer auch noch seinen Dienst im Osten getan.
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