Bernau (moz) Während viele Jugendliche ihre Lehre begonnen haben, sind 700 im Arbeitsamtsbezirk Barnim-Uckermark noch auf der Suche nach einem Platz. Demgegenüber sind noch 300 Stellen unbesetzt.
„Wer kurz vor Beginn der Ausbildung doch noch eine Kündigung bekommen hat oder sich umentscheiden möchte, kann sich gerne an uns wenden. Es gibt noch freie Stellen“, sagt Constanze Hildebrandt, Bereichsleiterin Barnim bei der Agentur für Arbeit.
Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klimatechnik werden zum Beispiel noch gesucht. Ein Beruf, der durchaus sehr gute Zukunftsperspektiven hat wie alles, was mit regenerativen Energien zu tun hat. „Allerdings werden für diesen Beruf auch hohe Anforderungen gestellt“, weiß Constanze Hildebrandt, Bereichsleiterin Barnim bei der Agentur. Ein Dreier-Schnitt im Zeugnis und vor allem gute Kenntnisse in Mathematik seien Voraussetzung. Gut in Mathe sollte auch sein, wer sich für die noch zu vergebenen Stellen im Bereich Elektroniker in Energie- und Gebäudetechnik bewirbt. Auch das ist ein Beruf mit Zukunft, so die Arbeitsvermittlerin. Normale Schulleistungen reichen aus für eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik. Auch dort werden Auszubildende gesucht.
Ein weiterer großer Bereich, in dem Arbeitgeber Nachwuchs suchen, ist die Gastronomie. Azubis als Hotelfachfrau werden beispielsweise noch gebraucht. Auch das sei ein Beruf mit sicherer Zukunft. „Wer das machen möchte, sollte vor allem Lust auf Kommunikation mit Kunden haben“, weiß Constanze Hildebrandt. Ähnlich sieht es im Bereich Restaurantfachfrau aus. „Auch die sollten Spaß haben, mit Kunden zu arbeiten“, so die Arbeitsvermittlerin. Der Notendurchschnitt sollte für beide Berufe normal sein.
Auf körperlich schwere Arbeit sollte sich einstellen, wer eine Ausbildung als Koch anstrebt. Auch in diesem Bereich sind noch freie Lehrstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet. „In Großküchen kann das sehr anstrengend sein, darüber sollten sich die Bewerber klar sein“, sagt Constanze Hildebrandt. Wichtig sei für den Beruf aber auch die Freude am Umgang mit Lebensmitteln.
Ebenfalls immer Nachfrage nach Auszubildenden haben Frisöre und Bäcker, die derzeit in Bernau gesucht werden.
Wer noch gar nicht weiß, welche Richtung er einschlagen will, der kann im Internet verschiedene Berufe-Tests ausprobieren. Oder natürlich zur Agentur für Arbeit gehen. Die Berater machen mit den Schulabgängern Stärken-Schwächen-Analysen, um den richtigen Beruf zu finden. Constanze Hildebrandt empfiehlt außerdem Praktika oder die Einstiegsqualifikation zu nutzen, um gründlich zu testen, ob einem der ausgesuchte Beruf liegt.
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