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Ulrich Thiessen 22.11.2010 18:29 Uhr

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Rattenplage: Giftköder sind ausgelegt

Bernau (moz) Über 100 Boxen mit Giftködern haben Claus und Ivo Kriegerowski am Montag im Bernauer Stadtpark ausgelegt. Damit soll die Rattenplage in der Hussitenstadt eingedämmt werden.

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Gut verstecktes Gift: Ivo Kriegerowski platziert eine Köderbox im Bernauer Stadtpark.

© MOZ/Sergej Scheibe

„Vorsicht! Nageköder ausgelegt“ warnt ein roter Aufkleber auf der etwa 30 Zentimeter langen schwarzen Plastibox. Die blauen daumenlangen Köder stecken auf einem Draht in der Schachtel. So können die Ratten sie nicht aus der Box schleppen. Durch kleine runde Öffnungen an der Seite der Schachtel gelangen die Nagetiere ins Innere. Für Hunde, Katzen oder Igel sind die Löcher zu klein und die Köder somit nicht erreichbar.

„Die Köder enthalten Getreide und verströmen einen Geruch, der die Ratten anzieht“, erklärt Schädlingsbekämpfer Claus Kriegerowski, der normalerweise nur Privathaushalte frei von Schädlingen wie Mäuse, Ratten, aber auch Wespen und Motten hält. Die für Ratten so anziehenden Würfel enthalten ein Blutgerinnungsmittel. Haben die Tiere sie gefressen, verbluten sie innerlich. „Das soll allerdings schmerzfrei sein“, sagt Claus Kriegerowski. „Uns wurde erklärt, die Tiere schlafen dann einfach ein.“

Für Haustiere seien die Köder nicht sehr gefährlich, sagt der 59-Jährige. „Hunde und Katzen finden das Gemisch wenig attraktiv. Da sind Bitterstoffe drin, die denen nicht schmecken.“ Sollte ein Hund dennoch probieren, müsste er schon einen ganzen Berg der Köder fressen, bevor er daran sterbe, so der Schädlingsbekämpfer. Trotzdem sollten Besucher des Parks in der nächsten Zeit ihre Tiere an der Leine lassen und Kinder davor warnen, die Boxen zu öffnen, die im gesamten Park, vor allem aber im Uferbereich der beiden Teiche und rund um die Wallanlagen ausgelegt und nur leicht versteckt wurden.

Im Vorfeld hatten die Schädlingsbekämpfer bereits erkundet, wo die Nagetiere ihre Bauten haben. Dazu wurden ungiftige Köder ausgelegt.

Etwa drei Monate sollen die schwarzen Köderboxen im Park bleiben. „Wir kontrollieren die Boxen wöchentlich und füllen sie nach“, erklärt Claus Kriegerowski. „Wenn keine Köder mehr gefressen werden, ist die Population wieder auf ein normales Maß geschrumpft und wir werden die Boxen wieder entfernen.“

Wie viele Tiere sich in unterirdischen Bauten unter dem Stadtpark befinden, kann der Schädlingsbekämpfer nicht schätzen. „Eine gewisse Zahl an Ratten gibt es immer, das ist normal“, sagt er. „Dass es zu viele Tiere sind erkennt man daran, dass sie auch tagsüber im Park zu sehen sind.“ Völlig ausrotten könne man die Tiere nicht. „Ratten gibt es immer, das ist normal. Aber wenn sie nicht zu sehen sind, dann handelt es sich um eine normal große Population.“ So solle es in der Hussitenstadt mithilfe der Giftköder nun auch wieder werden.

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