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Die Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe feierte die Sanierung ihres Gebäudes und ihr 20-jähriges Bestehen

Der Computer ersetzt die Kreidetafel

Stefan Lötsch / 25.09.2011, 20:36 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Spätestens 2015 sollen alle Sanierungs- und Umbauarbeiten am neuen Standort der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe in der Maxim-Gorki-Straße abgeschlossen sein. Am Sonnabend wurde erst einmal der bisher erreichte Stand und das 20-jährige Bestehen der Bildungseinrichtung gefeiert.

Die Zeiten des verstaubten Unterrichts gehören in der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe der Vergangenheit an. Zumindest wird in der Bildungseinrichtung kaum noch Kreide verwendet, um damit etwas auf die Tafel zu schreiben. Vielmehr hängen in den Räumen nun interaktive Weißwandtafeln, auf die mit Hilfe von Computern Mathe-Formeln, Vokabeln und Landkarten projiziert werden. Überhaupt spielt der Computer in der Schule eine immer wichtigere Rolle, fast schon eine Hauptrolle. „Alle Kollegen haben Zugriff auf bestimmte Daten“, sagte Schulleiter Torsten Tappert bei einem Rundgang am Sonnabend durch das von Grund auf sanierte Gebäude. „Die Schule muss schnell reagieren.“ Auch das Klassenbuch gehört der Vergangenheit an. Wer zu spät kommt oder die Schule schwänzt, wird nun im Computer vermerkt. „Wir können jederzeit über jeden Schüler Auskunft geben“, so Tappert. Schon am Haupteingang der Schule können sich die Schüler auf einem Bildschirm informieren, ob es Vertretungsstunden gibt oder der Stundenplan sich geändert hat.

Die Ausstattung der kreislichen Schulen mit Computern und Technik sei eigentlich durchgehend gut, sagt Monika Kunth, Leiterin des kreislichen Bildungsamtes. Erst im vergangenen Jahr wurden Fördermittel ausgereicht. Die Gesamtschule 3 konnte sich derweil komplett neu einrichten. In die Sanierung des denkmalgeschützten Baus flossen Konjunkturmittel des Bundes. Dass die Eisenhüttenstadt zur Verfügung gestellt wurden, dafür bedankte sich Torsten Tappert ein ums andere mal.

Den besonderen Charme des Schulgebäudes in der Maxim-Gorki-Straße macht nicht nur aus, dass Schüler und Lehrer dort Lern- und Lehrbedingungen auf dem neusten Stand vorfinden. Auf der anderen Seite hatte der Denkmalschutz bei der Sanierung ein gehöriges Wort mitzureden. Die Farbgebung der Aula und Flure ist originalgetreu, ebenso die Türen. „Türen mussten sogar nachgebaut werden, wenn sie beschädigt waren“, so Tappert. Auch die schön verzierten Wasserbecken in jedem Stockwerk wurden erhalten, auch wenn aus hygienischen Gründen dort kein Wasser mehr fließen darf.

Derweil gab es am Sonnabend noch einen Grund zum Feiern.Die Bildungseinrichtung, bis vor kurzem noch im Diesterwegring, feierte ihr 20-jähriges Bestehen. Das ist durchaus nicht selbstverständlich. Einige Schulen in Eisenhüttenstadt mussten schließen, manche Schulgebäude gibt es gar nicht mehr. Darüber hinaus ist die Schulform der Gesamtschule inzwischen eher selten. Dabei hat die Gesamtschule aus Sicht von Tappert viele Vorteile. So erhielten die Schüler, ohne frühe Auslese eine Chance, sich zu entwickeln, schließlich das Abitur zu machen. Rund die Hälfte der gegenwärtig 700 Schülern schafft die Zulassung zur gymnasialen Oberstufe. Ende der 90er-Jahre stand die gymnasiale Oberstufe auf der Kippe. Dem Einsatz vieler – Torsten Tappert hob in diesem Zusammenhang besonders Ingrid Siebke hervor – ist es zu verdanken, dass es allerdings dazu nicht kam.

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