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Ruth Buder 23.11.2011 17:04 Uhr
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Rettungsdienst arbeitet an Haustarifvertrag

Beeskow (MOZ) Als gelungen bezeichnet Michael Buhrke, Finanzdezernent der Kreisverwaltung, die Kommunalisierung des Rettungsdienstes. Diesen hatte der Kreis vor einem Jahr in eigene Regie genommen und eine GmbH gebildet. Die Rettungsassistenten und -sanitäter, die vorher beim DRK bzw. bei den Johannitern angestellt waren, wurden übernommen. „Jetzt arbeiten wir an einem Haustarifvertrag, um einheitliche Verhältnisse herzustellen“, sagte gestern Geschäftsführer Axel Fachtan. Die 180 Mitarbeiter würden nicht weniger verdienen, eine Gehaltssteigerung von ein bis zwei Prozent sei vorstellbar. Der neue Haustarif müsse vernünftig sein, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens wie auch das Personal in einem „ausgedünnten Bewerberstamm“ zu sichern, sagte Buhrke. Der Kreis biete den Mitarbeitern nicht nur ein ordentliches Gehalt, sondern vor allem eine sichere Arbeit, denn die Rettungsdienst-GmbH werde dauerhaft existieren.

Weil künftig jedem Notarzt ein höher qualifizierter Rettungsassistent zur Seite gestellt werden müsse – bisher reichte ein Sanitäter – würden die Kosten für den Rettungsdienst steigen, erklärte Fachtan.

In der nächsten Woche werde in Beeskow der Grundstein für eine neue Wache gelegt, das DRK habe die jetzigen Räume gekündigt. Während eine Wache durchschnittlich rund 250 000 Euro koste, investiere der Kreis in Beeskow rund eine Million Euro. „Weil hier Querschnittsfunktionen für andere Wachen mit erfüllt werden müssen“, begründet Fachtan. Unter anderem bestünde die Möglichkeit der Desinfektion von Fahrzeugen, außerdem würde ein Reservefahrzeug für den Katastrophenfall vorgehalten. Solcher Art „Hauptwachen“ gebe es noch in Eisenhüttenstadt, Fürstenwalde und Erkner. Mittelfristig soll derNeubau von Wachen auch in Bad Saarow, Brieskow-Finkenheerd und Erkner in Angriff genommen werden. Insgesamt seien ?15 Rettungswagen und vier Notarztfahrzeuge im 24-Stunden-Dienst.

Im Auge behalten müsse man die Notarztsituation, sagte Buhrke. Momentan gebe es noch keine Probleme, aber in den Krankenhäusern gebe es zunehmend Schwierigkeiten, die Dienste rund um die Uhr zu gewährleisten. „Wir kommen mehr und mehr an unsere Grenzen“, so Buhrke. Im Notfall könne man aber auf eine „Notarztbörse“ zurückgreifen.

An die Bürger geht die Bitte, für gute beleuchtete Eingänge an ihren Wohnungen und Häusern zu sorgen, damit der Rettungsdienst im Ernstfall nicht lange suchen müsse. Wertvolle Sekunden könnten verlorengehen, nur weil die Lampe nicht funktioniere. Selbstverständlich sollte es sein, auf Autobahnen Rettungsgassen zu bilden und dem Fahrzeug mit Blaulicht immer ungehinderte Fahrt zu ermöglichen.

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da seltsamerweise der Kommentar verschwand...

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