Hagen Pohle geht weiter in der Erfolgsspur. Der Beeskower wurde am Sonntag im rheinländischen Diez Deutscher U-23-Meister im Bahngehen über 10000 Meter. In 40:17,71 Minuten überquerte er als Zweiter hinter dem Berliner André Höhne die Ziellinie und war nur rund sieben Sekunden langsamer als der Titelgewinner der Männer. Für den U-20-Europameister von 2011 war es in diesem Jahr der zweite nationale Titel. Der 20-Jährige war bereits Deutscher Junioren-Meister über 20 Kilometer Straßengehen geworden.
"Ich habe mich sehr über das gute Ergebnis gefreut. Ich bin nur gut vier Sekunden über meiner persönlichen Bestzeit auf dieser Distanz geblieben - und das bei schwierigen Bedingungen mit viel, zum Teil sehr böigem Wind", sagt der Beeskower. Er war zusammen mit André Höhne und dessen Berliner SCC-Vereinskollegen Carsten Schmidt als Führungstrio unterwegs gewesen. "André hat das Tempo gemacht, ich bin die ganze Zeit mitgegangen und auch Carsten blieb dran. Hinter uns war eine Verfolgergruppe", sagt Pohle, der für den SC Potsdam startet.
Es sei ein spannender Wettkampf gewesen, "bei dem bis auf die Familien-Angehörigen keine Zuschauer da waren", ärgert sich der Beeskower, der die Ausgliederung der Geher-Wettbewerbe aus den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften, die in der Woche zuvor stattfanden, überhaupt nicht gut findet. "Das ist schon eine traurige Angelegenheit."
Bis Mitte Juli macht Hagen Pohle erst einmal Urlaub, wobei das Relaxen im Vordergrund steht. Dann geht es bis Ende August mit dem Training in Potsdam weiter, wobei er sich vom 9. bis 12. August eine Auszeit nimmt und mit dem Förderverein Geher-Team Deutschland als Zuschauer zu Olympia nach London reist.