Ein großes Ereignis steht im Sommer 2014 in Storkow ins Haus. Dann wird hier die Weltmeisterschaft im Orientierungsbiathlon stattfinden. Ausrichter ist der Berliner Sommerbiathlonverein 1991, der 2012 bereits einen Weltcup im Orientierungsbiathlon ausgerichtet hat. Und Partner dabei ist der Storkower Schützenvereins. "Die IBOF (International Biathlon Orienteering Federation) als Veranstalter äußerte sich lobend über die Organisation und fragte an, ob wir uns eine Bewerbung für die Ausrichtung der Weltmeisterschaft im Jahr 2014 vorstellen könnten", schildert der Vereinsvorsitzende Dr. Dietmar Liedtke. "Allerdings dürfe dafür das bereits genutzte Waldgelände nicht wieder eingesetzt werden."
So begannen die Berliner Sommerbiathleten mit der Suche nach einer neuen Schießsportstätte mit geeignetem angrenzenden Wald. Sie wurden in Storkow fündig. Nach einigen Telefonaten mit Verantwortlichen des Schützenvereins Storkow 1848 kam es zu zwei Treffen vor Ort, in denen man die Modalitäten der Zusammenarbeit besprach. "Die große Aufgeschlossenheit der Storkower Sportschützen für diese neue Herausforderung ließ die Pläne reifen", betont Dietmar Liedtke.
Mitte Juli diesen Jahres erfolgte die offizielle Bewerbung des Berliner Sommerbiathlonvereins 1991 für die Ausrichtung der Veranstaltung. Am 17. August 2013 entschied das Konzil der IBOF: Storkow wird Austragungsort der Biathlon-Orientierungslauf Weltmeisterschaften 2014.
Im Klartext heißt das: Vom 10. bis 13. Juli 2014 werden nun ungefähr 110 Athleten aus zirka zehn Ländern in Storkow erwartet, um in drei Wettkämpfen ihre Kräfte zu messen. Nach dem offiziellen Training am Donnerstag stehen am Freitag und Sonnabend packende Einzelwettbewerbe an. Die Staffelläufe am Sonntag bilden den Abschluss. Auch die große Abendveranstaltung mit Siegerehrung wird schon vorbereitet.Sie soll in festlichem Rahmen auf der Burg Storkow stattfinden. Der Storkower Schützenverein stellt für die Weltmeisterschaft seine Schießsportstätte zur Verfügung, wird sich um das Catering kümmern und weitere Unterstützung geben. Ein entsprechender Vertrag ist kürzlich unterzeichnet worden.
Beim Sommerbiathlon sind Kondition, Orientierungsvermögen sowie eine zielsichere Hand gefragt. Den Verlauf der unterschiedlich langen vorab unbekannten Strecken müssen die Wettkämpfer ganz klassisch mittels Karte und Kompass selbst erkunden. Dabei wird zweimal ein Schießstand angesteuert, wo mit einen Kleinkalibergewehr stehend und liegend je fünf Schuss auf eine Klappscheibe abzugeben sind. Fehlschüsse haben eine Strafrunde oder Strafsekunden zur Folge. Im Gegensatz zum Winterbiathlon verbleiben die Waffen aber beim Weiterlaufen am Schießstand. Ein spannendes Prozedere, das sicher viele Zuschauer anlocken wird.