Dazu gehören im Raum Beeskow Stationen wie Hubertushöhe, Oegeln, Schneeberg und Grunow. Im Gespräch mit Ortsvorstehern und lokalen Akteuren versucht sich Jungclaus, ein Bild von der Bedeutung dieser Haltestellen für die Bürger im ländlichen Raum zu machen. "Nicht allein die Zahlen sollen darüber entscheiden, ob diese Bahnhöfe weiterhin erhalten werden können", sagt der Politiker im Dialog mit den Ortsvorstehern Bernd Medejzyk aus Oegeln und Tobias Bock aus Schneeberg.
Ihm sei es wichtig, noch vor der nächsten Haushaltsdebatte für das Jahr 2017 im Landtag im Herbst dieses Jahres, einen Überblick zu bekommen, was die örtlichen Gegebenheiten der so wenig frequentierten Haltestellen ist. Allein das Argument, dass es zu wenige Fahrgäste sind, überzeugt ihn nicht. "Vielmehr geht es auch darum, zu sehen, warum nicht noch mehr mit der Bahn fahren", macht Michael Jungclaus deutlich. Dabei begrüßt er, dass Züge zumindest im Stundentakt an den Bedarfshalten der Niederbarnimer Eisenbahn halten, dennoch sieht er Verbesserungsbedarf. "Der Wunsch wurde geäußert, dass die Strecke bis nach Berlin-Ostkreuz hineinführt", erzählt der Grünen-Politiker. Auch Verbesserungen für Parkmöglichkeiten, Fahrradmitnahme und Kundenservice wurden als Kriterien genannt. "Teils kann man beim Ticketkauf eher von Rückschritt als von Fortschritt sprechen", argumentiert Tobias Bock und meint unter anderem fehlende Automaten. Bernd Medejzyk begrüßt hingegen die Entwicklungen für einen Radweg, der seinen Ort mit dem Oegelner Bahnhof, der in Beeskow liegt, künftig verbinden wird. "Das ist aus touristischer Sicht interessant", betont er. Mitunter könnten so auch mehr Fahrradfahrer über den bislang eher wenig genutzten Bahnhof vor allem an Wochenenden bis ins Schlaubetal gelockt werden. Michael Jungclaus will diese Argumente in der Debatte um Regionalisierungsmittel mit einfließen lassen.