Oma Ella ist auf ihre Weise eine Berühmtheit. Sie reist viel durch die Welt, war in Indien, Monaco, San Marino und auf den Bahamas, im Vatikan in Rom gab ihr Papst Benedidikt XVI. eine Audienz.
Vor drei Jahren berichtete die Märkische Oderzeitung von ihrer turbulenten Reise in das Königreich Bhutan. Viele Hände hat sie damals am Fuße des Himalayagebirges geschüttelt. Gleich zwei Minister holten die Reinickendorferin am internationalen Flughafen der Stadt Parao ab und begrüßten sie mit großen Blumensträußen. Das Fernsehen berichtete von der ältesten Touristin, die Bhutan jemals besuchte. Dann kannte sie im Land fast jeder. Im buddhistischen Bhutan werden über 100-Jährige wie Heilige verehrt. Auch andere Würdenträger des Landes luden sie ein, sogar die damalige Königin Ashi Tshering Pem Wangchuck empfing sie. Dabei wurde Oma Ella die prunkvolle Nationaltracht der Frauen angelegt. Ihre Majestät fand viele lobende Worte für die Dame aus Berlin, sie sagte, sie sei ein Vorbild für alte Menschen und schenkte ihr einen Teppich und ein Briefmarkenalbum.
In diesem Jahr wurde die weitgereiste Frau in München als "älteste Oktoberfest-Besucherin aller Zeiten" gefeiert. Auch hier beeindruckt sie immer wieder die Menschen, wenn sie erfahren, wie alt Eleonora Kastner schon ist. Und sie verkündete: "Nächstes Jahr möchte ich wieder kommen."
Ihr Enkel ist optimistisch, dass seine Großmutter sich erholen wird. Schließlich möchte sie am 7. Januar ihren 105. Geburtstag feiern.