Vor einem Jahr, beim 18. Birkholzer Dorffest, hatte Bernaus Bürgermeister André Stahl die Baugenehmigung dabei, nun steht das Gemeinschaftshaus kurz vor der Eröffnung. Am Sonnabend, als die Birkholzer erneut auf dem Anger zum Feiern zusammengekommen waren, sprach das Stadtoberhaupt von einem "gelungenen Bau". Er hoffe, dass die Einrichtung nun durch den Ortsbeirat, die Vereine und die Feuerwehr mit Leben erfüllt werde. "Dieses Niveau hat es vorher in Birkholz noch nicht gegeben", spielte der Linken-Politiker auf den bisherigen Treffpunkt der Birkholzer an. Stahl betonte, dass das Vorhaben auch das Verdienst des Ortsvorstehers sei. Dieter Geldschläger habe "immer Druck gemacht und der Verwaltung kaum eine Atempause gegönnt". Nach Angaben des Bürgermeisters soll das Dorfgemeinschaftshaus nun "im Sommer" eröffnet werden.
479472
Dieser Termin war Ortsvorsteher Geldschläger dann doch nicht konkret genug. "Wir wollen, dass es zügig weitergeht", sagte der Birkholzer und hatte dabei auch schon zwei Termine im Kopf. Am 18. Juli will die Linken-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung im neuen Domizil tagen, am 30. August soll schließlich die erste öffentliche Sitzung des Ortsbeirates stattfinden. "Das müsste doch zu schaffen sein", meinte Geldschläger mit einem Seitenblick auf den Bernauer Bürgermeister. Dafür gab´s natürlich reichlich Beifall "seiner" Birkholzer. Der Ortsvorsteher betonte aber auch, dass das "tolle Haus" der gesamten Stadt für Zusammenkünfte zur Verfügung steht.
Nach dem Anstich eines kleinen Fässchens Bier, musikalisch untermalt von der "Märkischen Heide", gab es einen ersten Rundgang durch das neue Haus. Geldschläger zeigte sein künftiges Büro, in dem er monatlich die Sprechstunden abhalten wird. In dem Raum wird übrigens auch das Organisations-Team zur Verwaltung des Dorfgemeinschaftshauses arbeiten. Im großen Saal gibt es 56 Plätze, ein Beamer erlaubt dabei auch Filmvorführungen. Sanitäranlagen und eine große Terrasse vervollständigen das Gebäude. Derzeit läuft noch ein Malwettbewerb unter den Kita-Kindern, die Werke sollen später die Wände des Dorfgemeinschaftshauses schmücken.
Insgesamt 450 000 Euro lässt sich die Stadt Bernau das Projekt kosten. Das seien 1500 Euro für jeden der 300 Einwohner, rechnete Ortsvorsteher Geldschläger vor.
Das Dorffest bot wieder ein buntes Programm für die kleinen und großen Besucher. Die Mädchen und Jungen konnten sich bei verschiedenen Spielen vergnügen, es gab den Auftritt einer Ballett-Gruppe sowie Vorführungen der Jugendfeuerwehr. Modellbauer zeigten ihre fliegenden Exponate, es gab Landtechnik zu Bestaunen und auch das Ponyreiten und die Kutschfahrten waren trotz hochsommerlicher Temperaturen beliebt. Waltraud Dietloff und ihre Mitstreiter vom Siedlerverein luden zum Trödeln ein. "Mit dem Erlös finanzieren wir einen Teil des Festes", so die Birkholzerin. Darüber hinaus sorgten die Frauen auch für den Kuchen zum Nachmittagskaffee.
Der Fest-Tag klang am Abend schließlich mit dem "Tanz in den Sommer" aus.