"Eigentlich braucht man für dieses Thema keine Ausstellung", bekannte Rosel Wunderlich-Marsing in ihren einleitenden Worten. Jeder Mensch könne schließlich die Natur in Wäldern und auf Wiesen erleben, sie betrachten und genießen. "Wenn man aber in das riesige Auge einer Spinne sieht, die eigentlich nur wenige Millimeter groß ist, dann ist das schon etwas anderes", so die Vorsitzende des Fördervereins Dorfkirche Ladeburg. Diese Betrachtung könne nur ein Fotograf mit seiner Kamera ermöglichen.
"Aber auch die Verwandlung eines kleinen Gingko-Blattes in eine Holzfigur ist ein Schritt, bei dem Natur zu Kunst wird", sagte Rosel-Wunderlich-Marsing vor den zahlreich erschienenen Gästen der Vernissage.
Mirko Graul lebt in Bernau und arbeitet seit kurzem als Berufsfotograf. "Die Barnimer Natur hat mich schon immer fasziniert", sagte der 42-Jährige zu seinem künstlerischen Schaffen. In der Kirche sind fast vierzig Bilder zu sehen - vom mystischen Elysiumteich bei Nacht bis zum Bläuling in der Abendsonne.
Vor allem mit Holz arbeitet Petra Löfflad, die in Wandlitz das Atelier LöwenArt betreibt. "Ein bisschen beschäftige ich mich aber auch mit Malerei und gestalte Schmuck", so die Künstlerin. In Ladeburg zeigt sie mehrere Arbeiten, darunter "Die Wandelnde" aus Walnuss.
Die Werke der beiden Künstler können auch käuflich erworben werden. Musikalisch wurde die Vernissage von Pianistin Irina Schütze begleitet. Die Ausstellung ist bis zum 28. August, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.