An der für Bernau wenig rühmlichen Geschichte kam auch Andrè Stahl nicht vorbei. "Was lange währt, wird gut", bemerkte er während des kleinen Festaktes und spielte damit offenkundig auf das unüberhörbare Engagement der Birkholzer Bürger an. "Mit starkem bürgerlichem Engagement wurde dieses Dorfgemeinschaftshaus gefordert", erinnerte Stahl, der anschließend Zuversicht verbreitete, dass der Fertigstellungstermin Ende Juni erreicht werden könnte.
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Zugleich forderte er die Birkholzer Bürger auf, das Haus nach der Fertigstellung zu nutzen. "Ich hoffe sehr, dass die Bürger das Haus annehmen und es auch bespielen. In drei bis fünf Jahren wollen wir gern noch einmal hinsehen und prüfen, ob es sich gelohnt hat, dieses Geld auszugeben", artikulierte Stahl.
In der kupfernen Kartusche der Stadt Bernau legte Bürgermeister Stahl eine aktuelle MOZ, das Amtsblatt sowie diverse Münzen. Hinzu kamen die Baupläne des Hauses sowie eine Kopie der Baugenehmigung. Geldschläger befüllte eine weitere Kartusche mit einem Brief an die Nachkommen. Erinnert wird in diesem Schreiben an die Geschichte des Ortes Birkholz, aber auch an aktuellen Geschehnisse in Paris.
Das neue Dorfgemeinschaftshaus bekommt ein Büro für den Ortsvorsteher, einen Mehrzweckraum mit Küche, Toiletten und ein Materiallager.
Bei den Arbeiten wurde übrigens ein mindestens 200 Jahre altes Skelett entdeckt. Nach Informationen von Archäologen handelt es sich um ein so genanntes unehrenhaftes Begräbnis. Welche Gründe dazu führten, blieb unerforscht.